„Denn die wahre Reitkunst ist einfach und natürlich. Sie wird nur weitläufig und verworren für die vielen, denen der göttliche Funke für den Begriff des Einfachen fehlt. Um mich herum sah ich die Leiden anderer Pferde, die von ungeschickten Reitern den verschiedenen Reitsystemen geopfert wurden. Die meisten Reiter fühlen nicht, was richtig und was falsch ist. Sie suchen mit aller Verbissenheit und allen Mitteln ein bestimmtes äußeres Bild, das als Ergebnis der Anwendung ihres Systems gilt, zu erreichen. Viele Pferde mußten mit heruntergezogenem, heruntergefallenem Kopf auf der Brust, mit hoher Hinterhand über die Vorhand rollend, gehen, mit dem dadurch widernatürlich gespannten Rücken, beständig einen Katzenbuckel machend, anstatt die Rückenmuskulatur im Tempo des Ganges auf und ab federn zu lassen. Man hindert viele Pferde mit Gewalt an einem vernünftigen Gebrauch ihres Baues und ihrer Glieder.“

Geschrieben 1921 von Gustav Rau – und heute noch immer nichts daraus gelernt.

Bereits damals wurde die Entwicklung erkannt und bis heute haben wir nicht wirklich etwas dazu gelernt.

By SoWhat1705

Bild: Auszug aus dem Schriftwerk Altgold von Gustav Rau

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