Aus meinem Alltag mit Pferd – der Rückschlag

Wir kennen es alle. Vielleicht kennt es der Eine oder Andere auch nicht. Aber ich lerne langsam, damit zu leben und damit umzugehen.

Ich habe meine Stute wachstums- und verletzungsbedingt dieses Jahr nochmal für 6 Monate auf die Weide gestellt. Sie sollte sich in völliger Ruhe erholen und jede Freiheit haben, ihren Wachstumsschub zu bewältigen.

Vor 4 Wochen etwa holte ich sie zurück und ließ sie vom Tierarzt und von der Chiropraktikerin untersuchen. Alle waren sie begeistert, wie gut sie sich doch gemacht hätte und alle Probleme, die der Wachstumsschub mit sich brachte, schienen überwunden. Und so erhielt ich grünes Licht und fing an, meine Stute, wie in einem vorherigen Beitrag unter “Aus meinem Alltag mit Pferd”, aufzubauen.

Das klappte auch wunderbar – bis vor ein paar Tagen. Ich bat meine Freundin, sie zu reiten, kurz, ganz locker und…

Meine Stute zeigte ein für mich sehr ähnliches Gangbild wie im März, als sie zu Beritt auf einem anderen Hof war. Ich nahm das ganze auf und schickte das Video meinem Tierarzt.

Es sieht für mich so aus, als könnte die Stute nicht untertreten.

Am nächsten Tag kam der Tierarzt und wir führten die Kontrollen durch, ich könnte dieses Vorgehen in diesen Terminen bereits rückwärts ohne ein Mal zu stottern, erzählen. Der Tenor meines Tierarztes war: “Ich habe sie schon lange nicht mehr so gut laufen sehen”, nahm mir die Stute aus der Hand und führte sie mir im Trab vor, damit ich mich selbst davon überzeugen konnte. Und tatsächlich, ein taktklarer Trab, der Rücken schwang schön durch, die Stute völlig locker.

Unter Reitergewicht sah das ganz anders aus. Für mich sehr grausam und herzzerreißend.

Nach Untersuchung des Rückens und normale Reaktionen gehen wir vom Kreuzdarmbeingelenk aus. Ok – diese unflexible Gelenk haben wir noch nicht auf der Liste. Ich sage: Herzlich willkommen. Also wird die Stute weiter vom Boden aus trainiert und die Behandlung für das Kreuzdarmbeingelenk in die Wege geleitet.

Aber irgendwie habe ich die Vermutung, dass zudem mit dem rechten Knie etwas nicht stimmt. Es zeigt zwar keine Anzeichen, es ist also nicht warm, nicht gefüllt, es erfolgt keine Reaktion auf Druck und Gezerre. Aber um sicher zu gehen, müssten andere Gerätschaften her. Nur, einfach mal so ein MRT oder eine Arthroskopie, nein, das mache ich nicht.

Ich warte die Behandlung ab und wir werden sehen, ob sie anschlägt.

Pferde und Tee und was der Stallmeister damals dazu wusste

Nahezu alle Pferde mögen Tee. Viele Pferde möchten den Tee gerne über das Futter gegossen serviert bekommen, andere wissen ihn als Getränk zu schätzen und selbstverständlich sollte der Tee lauwarm angeboten werden.

Tee schmeckt nicht nur gut, Tee kann auch ideal vorbeugend und zur Unterstützung der Therapie bei bereits bestehenden Erkrankungen dienen.

Auf einige Vorbeugungen und Unterstützungen bei Erkrankungen wird in diesem Artikel näher eingegangen.

  • Atemwegserkrankungen

Friedrich Beck, Verfasser des Werkes „Hippologische Mittheilungen und Notizen über die Natur, Eigenschaften Pflege und Verwendung des Pferdes“ (Wien 1878) empfiehlt zur Vorbeugung und  bei bereits bestehenden Atemwegserkrankungen folgendes Hustentee-Rezept:

Die Teemischung besteht aus je 25 Gramm Thymian, Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut. Man brüht den Tee auf (etwa eine Handvoll Kräuter auf eine Kanne Wasser), lässt ihn 10 Minuten ziehen und gießt ihn dann über das Kraftfutter der Pferde. Die Kräuter können mit verfüttert werden, sie werden gern gefressen.

HINWEIS: Husten beim Pferd ist immer ernst zu nehmen und muss unbedingt immer ausdiagnostiziert werden! Insbesondere wenn das Pferd fiebert, ist zwingend unverzüglich der Tierarzt zu konsultieren.

  • Entschlackung

Brennesseltee wirkt entschlackend bei Lahmheiten und Rehe und in Kombination mit Ackerschachtelhalm auch lindernd bei Arthrose.

  • Ekzeme

Schachtelhalmtee fördert eine gesunde Haut und wirkt gegen Ekzeme.

  • Durchfall

Schwarzer Tee in Maßen.

  • Beruhigung

Johanneskrauttee ist beruhigend nach Aufregungen (Turnieren beispielsweise).

  • Fressunlust, Darmerkrankungen, Koliken

Tee aus der Isländischen Moosflechte wirkt lindernd bei Fressunlust, Darmerkrankungen und beugt Koliken vor. Er hat auch eine gute Wirkung gegen Husten.

  • Verdauungsapparat, Harnförderung, Blutreinigung

Hagebuttentee sorgt für eine Blutreinigung, fördert den Harntrieb und sorgt für einen gesunden Verdauungsapparat. Zudem weisen Hagebutten einen hohen Vitamin C-Gehalt auf.

Auch bei diesen Tees gilt: mit aufgekochtem Wasser (etwa eine Kaffeekanne voll auf eine Hand voll Teeblätter) aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Teekräuter können mit verfüttert werden. Bitte den Tee immer mindestens lauwarm (nicht wärmer) servieren.