Nahezu alle Pferde mögen Tee. Viele Pferde möchten den Tee gerne über das Futter gegossen serviert bekommen, andere wissen ihn als Getränk zu schätzen und selbstverständlich sollte der Tee lauwarm angeboten werden.

Tee schmeckt nicht nur gut, Tee kann auch ideal vorbeugend und zur Unterstützung der Therapie bei bereits bestehenden Erkrankungen dienen.

Auf einige Vorbeugungen und Unterstützungen bei Erkrankungen wird in diesem Artikel näher eingegangen.

 

  • Atemwegserkrankungen

Friedrich Beck, Verfasser des Werkes „Hippologische Mittheilungen und Notizen über die Natur, Eigenschaften Pflege und Verwendung des Pferdes“ (Wien 1878) empfiehlt zur Vorbeugung und  bei bereits bestehenden Atemwegserkrankungen folgendes Hustentee-Rezept:

Die Teemischung besteht aus je 25 Gramm Thymian, Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut. Man brüht den Tee auf (etwa eine Handvoll Kräuter auf eine Kanne Wasser), lässt ihn 10 Minuten ziehen und gießt ihn dann über das Kraftfutter der Pferde. Die Kräuter können mit verfüttert werden, sie werden gern gefressen.

HINWEIS: Husten beim Pferd ist immer ernst zu nehmen und muss unbedingt immer ausdiagnostiziert werden! Insbesondere wenn das Pferd fiebert, ist zwingend unverzüglich der Tierarzt zu konsultieren.

 

  • Entschlackung

Brennesseltee wirkt entschlackend bei Lahmheiten und Rehe und in Kombination mit Ackerschachtelhalm auch lindernd bei Arthrose.

 

  • Ekzeme

Schachtelhalmtee fördert eine gesunde Haut und wirkt gegen Ekzeme.

 

  • Durchfall

Schwarzer Tee in Maßen.

 

  • Beruhigung

Johanneskrauttee ist beruhigend nach Aufregungen (Turnieren beispielsweise).

 

  • Fressunlust, Darmerkrankungen, Koliken

Tee aus der Isländischen Moosflechte wirkt lindernd bei Fressunlust, Darmerkrankungen und beugt Koliken vor. Er hat auch eine gute Wirkung gegen Husten.

 

  • Verdauungsapparat, Harnförderung, Blutreinigung

Hagebuttentee sorgt für eine Blutreinigung, fördert den Harntrieb und sorgt für einen gesunden Verdauungsapparat. Zudem weisen Hagebutten einen hohen Vitamin C-Gehalt auf.

 

Auch bei diesen Tees gilt: mit aufgekochtem Wasser (etwa eine Kaffeekanne voll auf eine Hand voll Teeblätter) aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Teekräuter können mit verfüttert werden. Bitte den Tee immer mindestens lauwarm (nicht wärmer) servieren.

 

Bild: Herzlichen Dank an Jasmin Hasselbring zur Verfügungstellung ihres Bildes.
Quellenangabe: Friedrich Beck, Verfasser des Werkes "Hippologische Mittheilungen und Notizen über die Natur, Eigenschaften Pflege und Verwendung des Pferdes" (Wien 1878), Was der Stallmeister noch wusste

 

Advertisements

3 thoughts on “Pferde und Tee und was der Stallmeister damals dazu wusste

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s