PRODUKTETEST: DUPLO BESCHLAG KLEBEVERFAHREN

Vor einigen Wochen bestellte ich sie mir. Die Trense Rambo Micklem Diamante Bridle von Horseware. Wohlwissend, dass meine Stute bald von der Weide zurück kommt und wir mit dem Aufbautraining beginnen können.

Viel Gutes habe ich bis dato über diese Trense gehört, aber auch, dass manche Pferde diese Zäumung nicht mögen.

So, wie es das Beitragsbild zeigt, kam das Micklem-Bridle mit der Post bei mir an. Vorhanden war der Zaum an sich, festgebunden an einen Karton. Als Zubehör gab es die Gebissclips und eine Informationsbroschüre dazu. Zügel von Micklem können separat in der entsprechenden Farbe dazu bestellt werden.

Wie unterscheidet sich der Micklem-Zaum von den bislang bekannten Zäumungen?

Der Rambo Micklem-Trensenzaum, egal in welcher Ausführung, unterscheidet sich zu den herkömmlichen Zäumungen dahingehend, dass sich der der Zaum individuell an die Kopfform des Pferdes anpasst und dabei empfindliche Druckpunkte ausgespart werden. So verspricht es der Hersteller. Zur Verdeutlichung zeige ich Euch hier ein Bild, welches ich der Informationsbroschüre entnommen habe:

Aber ich wollte es genau wissen und ließ die Zäumung am Kopf meiner Stute mit der Vorgabe, auf die Druckpunkte und den Verlauf der Zäumung, vor allem aber auch auf die Höhe des Nasenriemens, den Verlauf des Backenriemens und des Genickstücks untersuchen. Mein Tierarzt, der promoviert ist und regelmäßig an international Fortbildungen und Konferenzen teilnimmt, bestätigte die Aussage des Herstellers.

Das Leder der Trense ist butterweich und sehr angenehm anzufühlen. Der Nasenriemen sowie das Genickstück sind gepolstert und somit weich unterlegt.

Hierbei sei gesagt, dass der Backenriemen wirklich gut am Pferdekopf sitzen muss. So ist gewährleistet, dass der Zaum optimal am Pferdekopf sitzt und kein Verschieben oder Ähnliches zustande kommt.

Der Nasenriemen wird wie bei einem englischen Reithalfter geschlossen. Das heißt, dass das Pferd im Stande sein muss, abzukauen und ein Leckerli aufzunehmen. Ein Pferd wird nie, egal mit welcher Zäumung, fest zugeschnürt, denn das bewirkt, dass sich das Pferd an der Kiefermuskulatur nicht entspannen kann und verspannt so am ganzen Körper und jede Form von Training wird auf Dauer nicht effektiv sein.

Die hervorstehenden Wangenknochen sowie die Backenzähne des Oberkiefers werden nicht durch Druck belastet.

Das Genickstück an sich ist anatomisch geformt, gut gepolstert und verhältnismäßig breit, um den Druck auf das Genick zu verteilen.

Die Micklem-Trense gibt es in folgenden Ausführungen:

  • Rambo Micklem Original Competition Bridle Trense Rambo Micklem Competition BridleDie Rambo Micklem Competition Bridle  ist die Standardversion des Rambo Micklem-Zäumungssystems. Hier ist das Genickstück und der Nasenriemen gut gepolstert und somit weich unterlegt. Dieser Zaum ist nicht als Kappzaum zu verwenden und auch nicht zum gebisslosen Reiten geeignet. Kostenfaktor etwa zwischen 136,50 Euro und 159,00 Euro (variiert je nach Anbieter).

Die Bitclips

Hier sehen wir, wie die Bitclips das Gebiss mit dem Nasenriemen verbinden. Diese Zungenschutz-Clips bieten die Möglichkeit, das Gebiss zusätzlich mit den Seitenringen zu verbinden, somit liegt es noch ruhiger im Maul und die empfindlichen Maulwinkel werden geschont. Gerade für unsichere Reiter oder Reiter mit einer unruhigen Hand sind diese Bitclips sehr hilfreich. Die Unruhe oder falsche Einwirkung auf das Gebiss wird so auf den Nasenriemen übertragen und das Maulempfinden des Pferdes geschont.

Die Position des Nasenriemens:

Und so sieht die Trense auf einem unprofessionellen Foto aus. Hier sehen wir genau, dass das Jochbein vorschriftsmäßig durch den Schnitt der Trense ausgespart bleibt. Wir sehen (vergleiche hierzu die Abbildung des Schädels aus dem Informationsblatt oben), dass der Nasenriemen mindestens 5 Finger nebeneinander oberhalb der Nüsternenden liegt, was dazu führt, dass das Pferd problemlos und frei atmen kann und der empfindliche untere Bereich des Nasenbeins ausgespart bleibt. Wir sehen, dass der Backenriemen gut und fest sitzt und die Trense so in ihrer Position hält und dass der Backenriemen, wie auf der Abbildung des Schädels abgebildet, die empfindlichen Nervenbahnen auslässt. Das Pferd kann das Maul öffnen, die Aufnahme von Leckerlis, ein gesundes Abkauen, eine freie Atmung – alles ist -zumindest bei meiner Stute- gewährleistet.

Fazit:

Meine Stute wird derzeit vom Boden aus unter anderem auch mit diesem Zaum gearbeitet und wirkt dabei mehr als entspannt. Ich bin vollkommen zufrieden und möchte diesen Zaum nicht mehr missen. Wie mein Pferd damit läuft, wenn es geritten wird, das steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Aber die nächsten 4 Wochen wird So What nicht geritten, so dass ich erst nach dieser Zeit davon berichten kann.

Update:

So What wird zwischenzeitlich wieder geritten. Sie zeigt sich konzentriert, schnaubt schnell ab, wird locker – folgedessen unterstelle ich, dass sie die Zäumung mag.

Einzig während des Fellwechsels stellte ich fest, dass sie sich oft am Kopf kratzen wollte. Ich gehe aber davon aus, dass dies auch mit unserer anderen Zäumung (schwedisch) der Fall gewesen wäre. Getestet habe ich dies allerdings nicht, da wir uns nach wie vor im Aufbau befinden und ich mein Pferd mit wechselnden Zäumungen nicht zusätzlich irritieren wollte.

Auch kann ich inzwischen die Qualität des Leders beurteilen. Das Micklem wird nahezu täglich verwendet. Mit Lederpflege habe ich es, seitdem ich das Micklem besitze, ein Mal behandelt. Das Leder ist nach wie vor weich und einwandfrei von irgendwelchen Mängeln.

In Kürze werden weitere Fotos folgen.

Hilfe – ich habe Angst vor meinem Pferd!

Der Ein oder Andere kennt vielleicht bereits das Gefühl. Gestern war die Welt noch in Ordnung und heute ist alles anders, denn es ist passiert. Ein Unbehagen in uns macht sich breit. Dabei waren wir uns doch so sicher im Umgang mit unserem Pferd und haben sogar anderen Tipps gegeben.

Manchmal reicht eine Sekunde, um die Beziehung zwischen Pferd und Mensch zu verändern. Und manchmal reicht diese eine Sekunde aus, um die Beziehung zu unserem Pferd leider auch ins Negative zu beeinflussen.

Erlebnisse wie Stürze, getreten oder gebissen werden oder vielleicht sogar vom eigenen Pferd umgerannt zu werden, können unser Empfinden an der Seite oder im Sattel unseres geliebten Vierbeiners von jetzt auf nachher verändern.

Manche möchten nicht über ihr Erlebtes sprechen, weil sie sich schämen, weil es sich anfühlt, als habe man einen Fehler gemacht. Andere werden wütend – wütend auf sich selbst oder wütend auf ihr Pferd.

Nun – wo lag der Fehler? Früher oder später wird man sich mit der Frage konfrontieren müssen, weil es hilft, zu verarbeiten, weil es hilft, zu verstehen und weil es vielleicht hilft, dass sich das Erlebte nicht wiederholt. Wir haben die Möglichkeit, das Geschehene zu analysieren, das Pferd jedenfalls wird es nicht tun. Aber das Pferd wird auf unser Unwohlsein an seiner Seite reagieren.

Pferde können unsere Angst riechen, sie können jede minimale veränderte Körperhaltung erfassen und – sie reagieren darauf. Die Quintessenz wird sein, dass sich die negativen Gefühle hochschaukeln und der Mensch dazu neigt, diese Situationen zu vermeiden. Er ist froh, wenn er das Pferd wieder „parken“ kann und sich distanzieren kann. Nicht selten versucht der Mensch, sein Empfinden zu überspielen. Die Stallkollegen sollen das Unwohlsein an der Seite des Pferdes nicht mitbekommen.

Wer hat denn schon Angst vor seinem Pferd? Wie peinlich ist das denn? Haben wir nicht letzte Woche noch große Sprüche geklopft, wie man das eine respektlose Pferd von XY besser erziehen sollte? Tja – unsere Angst interessiert es nicht, was letzte Woche war.

Was für Ansätze gibt es, um diese Angst zu verarbeiten und um die gute Beziehung zu unserem geliebten Vierbeiner wiederherzustellen?

Ich persönlich halte es für wichtig, über das Passierte zu sprechen. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen. Es gibt kaum jemanden in seiner Laufbahn mit Pferd, der nicht schon mal dieses Gefühl erlebt hat und durchleben musste. 99,9% davon haben die Angst überwunden.

Wir müssen uns bewusst sein, dass es sich dabei um einen Prozess handelt. Unsere Psyche braucht Zeit und auch die Aufmerksamkeit, unangenehmes zu verarbeiten. Solange die Verarbeitung nicht im Gange ist, wird die Psyche immer Alarm schlagen, wenn man sie mit der Ursache konfrontiert. Bis das Erlebte nicht verarbeitet ist, ist für die Psyche das Pferd die Ursache der Angst, die sie plagt. Unser Kopf weiß es besser, aber der Verstand dominiert in dieser Phase nicht. Das ist unser Urinstinkt und hat uns über Millionen von Jahren unser Überleben gesichert – so wie der Fluchtinstinkt das Überleben der Pferde über noch längere Zeit gesichert hat.

Und deshalb ist es so wichtig, sich zu öffnen und darüber zu sprechen. Man wird erstaunt sein, auf wie viel Verständnis man stoßen wird. Wie einem mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird. Auch sollte man dafür sorgen, dass man sich seinem Pferd gegenüber wieder öffnet. Es braucht jetzt viele positive Erlebnisse mit dem Pferd und in einem kann man sich sicher sein – das Pferd will die Harmonie mit dem Menschen.

Wenn die Beziehung mit dem Pferd völlig gestört ist und wir nicht mehr von Unwohlsein oder Ansätzen von Angst sprechen sondern Panik existiert, ist es selbstverständlich ratsam, einen Profi um Hilfe zu bitten, der wirklich im richtigen Moment reagiert und sehr schnell eingreift, um das Gefühl der Sicherheit für Mensch und Pferd wiederherzustellen.

Abschließen möchte ich den Artikel mit einem Beispiel – ein Beispiel, das etwas aufzeigt, das ich selbst erlebt habe:

Ich habe wirklich schon sehr viele Erlebnisse mit Pferden hinter mir: positive wie auch negative Erlebnisse. Aber ein besonderes Erlebnis brachte auch in mir die Angst beziehungsweise das Unwohlsein hervor.

Ich hatte meine Stute gerade mal zwei Wochen und stellte sie meinem Tierarzt vor. So standen wir draußen, unterhielten uns, während ich meine Stute am Halfter und Strick hielt. Sie war sehr nervös und tänzelte herum – ich schenkte ihrem Gehabe in dem Moment keine Aufmerksamkeit und eine Sekunde später gab sie Vollgas und rannte über mich drüber. Der Tierarzt durfte dann erst mal mich verarzten. Ich erinnere mich nur noch, wie die warme Brust meiner Stute gegen meinen Kopf geknallt ist, danach war ich weg; der Aufprall hatte mein Bewusstsein für ein paar Sekunden ins Nirwana geschickt. Dennoch hatte ich sehr viel Glück, außer ein paar Schürfwunden ist nichts weiter passiert. Aber die nächsten 4 Wochen hatte ich dieses Unwohlsein beim Führen meines Pferdes – und zu dieser Zeit musste ich meine Stute 2 mal täglich anfänglich 10 Minuten und mit der Zeit steigernd im Schritt führen.

Mein Tierarzt sagte: Bindung aufbauen! Viel putzen sollte ich sie, das würde die Bindung fördern. Hat es auch.

Aufgrund meines Erlebnisses kenne ich dieses Gefühl nur zu gut. Was mich erstaunt, ist, dass ich aus Sicht meines Verstandes schon deutlich “schlimmere” Erlebnisse mit Pferden hatte. Als ich noch jung war, ritt ich aus. Das Pferd stieg und buckelte, bis ich mit hohem Bogen flog und während ich flog, schlug das Pferd noch nach mir aus und traf mich am Kopf. So, wie ich es gelernt habe, setzte ich mich sofort wieder auf das Pferd und band mein Halstuch um den Kopf, damit mir das Blut nicht nonstop in die Augen floss. Ich ritt in aller Ruhe nach Hause, um dann ins Krankenhaus zu gehen, wo mir die Haare an der Trittstelle am Kopf abrasiert wurden, da ich genäht werden musste. Mein Verstand sagt mir, dass dieses Erlebnis deutlich schlimmer war, aber Angst, wieder in den Sattel zu steigen, hatte ich aufgrund dessen nie. Vielleicht lag es daran, dass ich damals deutlich jünger war und meine Psyche dies unter der Kategorie “Erfahrung” ablegte

Totgesagte leben länger! – Das Schicksal des Lion Heart

Heute möchte ich von einem Pferd erzählen, das (bislang) noch keinen nationalen oder internationalen Ruhm durch sportliche Leistungen erlangt hat.

Aber als ich die Geschichte von Lion Heart, einem Oldenburger Wallach, hörte, war ich zutiefst gerührt, zutiefst bewegt. Ich musste für einen langen Moment inne halten und das Schicksal dieses Pferdes, das gleichzeitig zu einem schweren Schicksal seiner Besitzer Michaela und Michael wurde, auf mich wirken lassen – denn es ist ein Schicksal, das einen jeden Pferdebesitzer und Pferdeliebhaber an seine Grenzen bringt, in die Knie zwingt und es ist ein Schicksal, das im Grunde genommen ein Todesurteil für ein Pferd bedeutet.


Lion Heart erblickte am 05.06.2009 das Licht der Welt. Er war ein zuckersüßes und freundliches Hengstfohlen, doppelveranlagt, gesegnet mit einer guten Portion Lebensfreude – und, was in diesem Moment seinem Züchter Anton Burentje vielleicht noch gar nicht so bewusst war, mit einer ordentlichen Portion Lebenswillen, wie sich in Lion Hearts späteren Lebensverlauf noch erweisen sollte. Auch der Name Lion Heart, dem ihm sein Züchter gab, hätte nicht treffender sein können, denn Lion Heart würde wie ein Löwenherz um sein Leben und seine Gesundheit kämpfen.

Lion Heart wuchs, wie die meisten seiner Artgenossen, artgerecht in einer Fohlenherde auf und 2013 kaufte Michaela ihren von da an treuen Weg-Begleiter, der ihr, ihrem Mann Michael und ihrem Sohn Vincent viel Freude bereiten sollte. Bereits 4-jährig zeigte sich Lion Heart, der nachfolgend in der Erzählung Lio genannt wird, so, wie ihn auch seine Besitzerin liebevoll nennt, als ein sehr gutmütiges, ausgeglichenes Pferd. Er ist einer dieser Pferde, die ausschließlich durch ihr Wesen und ihre Anwesenheit die Herzen der Menschen erobert. Und so wurde Lio in sein neues zu Hause gebracht.

Sanfter Riese möchte ich ihn nennen, denn bereits 4-jährig, als Michael und Michaela ihn kauften, hatte er einen Stockmaß von 1,74 m.

Lios Schicksal ließ nicht lange auf sich warten. 4 Wochen später, nachdem er in sein neues zu Hause eingezogen war, ereilte Michaela ein Anruf aus dem Stall. Aufgelöst berichtete die Angestellte des Stallbetriebes ihr, dass Lio sehr schlecht ginge, er deutlich lahmte und sie möge doch umgehend ihren Tierarzt konsultieren. Selbstverständlich ließ Michaela alles stehen und liegen und eilte zu ihrem Pferd. Lio wurden umgehend Schmerzmittel und Boxenruhe verordnet und sollte sich keine Besserung innerhalb der nächsten 3 Tage einstellen, müssten weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Und so kam es auch. Lio lahmte nach wie vor deutlich und die Diagnose, die daraufhin folgte, war mehr als erschütternd.

Michaela wurde in das Büro des Tierarztes gerufen, mit der Bitte, sich vor Bekanntgabe der Diagnose zu setzen. Ich brauche nicht beschreiben, welche Angst einem in diesem Moment Heim sucht, wie sehr man in diesem Moment ein unangenehmes Drücken in der Bauchgegend fühlt. Michaelas schrecklichen Gefühle bestätigten sich durch harte Fakten.

Die Röntgenbilder zeigten einen Bruch des Ellenbogens des linken Vorderbeines mit einer Schädigung der Gelenkskapsel. Um diese Diagnose mit anderen Worten wiederzugeben: eine konservative Behandlung mit ewig langer, absoluter Boxenruhe würde eine starke, schmerzhafte Arthrose nach sich ziehen – keine wirkliche Option für ein 4-jähriges Pferd. Der Versuch einer Operation eines Bruches bei einem Pferd birgt enorme Risiken mit einer nicht allzu mutbringenden Erfolgsquote, geschweige denn mit einer Garantie der vollständigen Genesung. Eine Euthanasie im Sinne einer Erlösung dieses Pferdes wäre nach dieser Diagnose berechtigt gewesen. Der Tierarzt übergab Lios Besitzern nichtsdestotrotz eine Überweisung in die Klinik Telgte, für den Fall, sie würden sich gegen eine Einschläferung entscheiden – aber entscheiden müssten sie sich sehr schnell, für welchen Weg auch immer.

Am gleichen Abend saßen Michaela und ihr Mann beisammen, tränenüberströmt, hilflos und überfordert. Was ist jetzt richtig? Was ist jetzt vor allem richtig für das Pferd? Sollen wir ihn erlösen? Sollen wir es wagen und ihn operieren lassen, ihm Dinge durch die Operation zumuten, die einem Fluchttier unverständlich sind?

Es war aber Lio, der letztendlich zu der Entscheidung beitrug. Am nächsten Tag, als Michaela in den Stall zu Lio fuhr, da stand er, wach, aufmerksam mit leuchtenden Augen und er schaute sie an, nahm freudig sein Halfter in sein Maul und erwartete den gewohnten Ablauf. Ab diesem Moment gab es keinen Grund mehr zu überlegen, was nun richtig und was nun falsch sei. Lio hatte alle Chancen der Welt verdient. Und diesmal weinte Michaela nicht mehr aus Verzweiflung, sondern aus Erleichterung, die sich in ihr breit machte. Am gleichen Tag noch telefonierte sie mit diversen Kliniken, es war für sie unglaublich wichtig, dass auch die Professoren, Ärzte und das Pflegepersonal der ausgewählten Klinik ihr und ihrem Mann menschlich zusagten, denn sie konnte nur ahnen, welch ein harter Weg auf sie und Lio zukommen würde. Ihr Gefühl sagte ihr bei dem Kontakt mit Professor K. der Klinik Kaufungen, dass Lio und sie genau bei ihm in den richtigen Händen waren.

Was Michaela und Michael in diesem Moment aber noch nicht wussten, war, dass es noch schlimmer kommen sollte.

Lio wurde in Kaufungen erneut untersucht. Neben dem Bruch des Ellenbogens und der Beschädigung der Gelenkskapsel lag noch ein Knochenriss des linken Oberarmes vor und der Fesselträger war, man kann es nicht anders nennen, zerfetzt – aber das hielt Professor K. nicht ab, Lio dennoch zu operieren. Sehr wichtig vor allem war, Lio nach dem Aufwachen aus der Narkose so schnell und so stabil wie möglich auf die Beine zu bringen, denn es war unumgänglich, den Ellenbogenbruch durch eine Platte zu stabilisieren, um eine ordentliche Heilung des Knochens zu gewährleisten. Würde Lio ungeschickt aufstehen, könnte die Platte reißen und eine Rettung wäre für Lio nicht mehr möglich.

Lio überstand die OP und stand ohne weitere Komplikationen nach dem Erwachen aus der Narkose auf. Daraufhin musste er 2,5 Monate an einer Aufhängung in einer Box verbringen, damit die Brüche ohne zu starke Belastung ausheilen konnten. Nach diesen 2,5 Monaten verbrachte Lio die nächsten 3 Monate zu Hause, der Fesselträgerschaden musste erst auskuriert werden, bevor Lio dann für wiederum weitere 3 Monate in einem Trainingsstall seine Rehabilitation antrat, in der unter anderem der schonende Muskelaufbau vorgenommen wurde.

Aber wie das Schicksal es wollte, wuchs Lio zu dieser Zeit, was zur Folge hatte, dass die einoperierte Platte sich stellenweise löste und Lio musste sich aufgrund dessen einer zweiten, nicht unerheblichen Operation unterziehen – wieder ein Bangen, wieder ein Hoffen, vor allem, dass der Wachstumsschub, der das Lösen der Schrauben bewirkte, den Knochen nicht in Mitleidenschaft gezogen hat. Während dieser zweiten Operation wurde die Platte entfernt, die Schrauben richteten keinen Schaden an – im Gegenteil: der Knochenbruch sowie die Fissur waren vollständig verheilt.

Lio verlor an keinem Tag in der Zeit nach seinem Unfall seinen Überlebenswillen. Er kooperierte mit allen Menschen, vor allem mit seiner kleinen Familie Michael, Michaela und Vincent, die sich in dieser Zeit um ihn kümmerten, mit ihm fieberten, für ihn hofften. Mehr noch: er eroberte im Sturm jedes Herz, das in seiner Nähe war. Keinen dieser Menschen, die ihn auf diesem Weg begleiteten, enttäuschte er. Im Gegenteil: er ermunterte sie, brachte sie zum Lachen, spielte und blieb in jeder Sekunde, was er schon immer war – ein lebensfrohes, freundliches Pferd, das lange noch nicht bereit war, auf die immergrünen Weiden zu gehen.

Lio wurde sanft wieder aufgebaut.

Lio wird keine Einschränkungen aufgrund dieses schrecklichen Unfalls, dessen Vorgang nicht bekannt ist, und der darauf folgenden Operationen haben.

Lio ist heute in der Dressur und im Springen auf einem soliden E-Niveau. Er wird nach wie vor von einer Chiropraktikerin regelmäßig behandelt und kontrolliert.

Verantwortungsbewusst und pflichterfüllt, wie Michaelas Familie ist, hatten sie eine OP-Versicherung für ihr Pferd. Dennoch sind Summen auf sie zugekommen, die ich in Zahlen nicht ausdrücken möchte, sagen möchte ich aber, dass Lion Heart aufgrund seines Wesens bereits vor dem Unfall unbezahlbar war. Er war in kürzester Zeit zu einem Freund geworden. Auch möchte ich nicht verschweigen, dass Michaela destruktiver Kritik ausgesetzt war, in einer Zeit, in der sie alleine durch dieses Schicksal, welches ihrem Pferd widerfahren ist, bereits in sich verunsichert und überfordert war und es nur 3 Dinge gab, die ihr den Weg wiesen: ihre Familie, ihr Pferd, ihr Herz.

Lios Besitzer haben mich sehr beeindruckt, weil sie diesen Weg auf sich genommen haben, weil sie ihrem Pferd ein zweites Leben ermöglicht haben, weil sie Kämpfe mit Herz und Verstand ausgestanden haben und weil sie sich von der Aussichtslosigkeit und deren Äußerung so mancher Stallkollegen und weiteren Personen nicht haben beirren lassen. Sie haben gezeigt und vorgelebt, dass es lohnt, zu kämpfen, zu wagen und zu hoffen, denn ihrem Pferd stehen nun alle Wege wieder offen.

Lio ist und bleibt für mich ein ganz besonderes Pferd. Ich werde seinen Weg weiter verfolgen. Er hat mich nicht durch sportliche Leistung bewegt, er hat mich zutiefst berührt, weil ihm widerfahren ist, was ihm widerfahren ist, weil er überstanden hat, was für ein Pferd nicht selbstverständlich ist, weil er keine Sekunde aufgegeben hat und auch in den schlimmsten Zuständen seinen Menschen gefallen wollte und ihnen immer ein Lächeln schenkte.

Auch möchte ich an dieser Stelle der Klinik Kaufungen meine Achtung aussprechen für dieses Wunder, das sie alle miteinander und gemeinsam vollbrachten – die reine, sehr komplizierte Operation mit einer unglaublichen Leistung sowie einer Folgetherapie, die Lion Heart eine Chance gab, die er, wie wir heute wissen, voll und ganz genutzt hat, wie es Löwenherzen eben tun, und letztendlich auch dafür, dass sie sich mit Lion Heart tagein und tagaus intensiv beschäftigt haben, und ihn auf diese Weise aufmunterten, weiter zu machen und sich nicht aufzugeben, vor allem zu den Zeiten, wenn Michael, Vincent und Michaela nicht bei ihrem Pferd sein konnten.

“Schaut her, Ihr, die Ihr mich totgesagt habt. Ich lebe und bin gesund.”

Wer Lios weiteren Weg mit verfolgen möchte, Lio hat eine eigene Seite:

Lion Heart – der sanfte Kämpfer

Auf dieser Seite berichtet Michaela vom weiteren Verlauf und vielen Erlebnissen mit Lio.

Und wer weitere Informationen zu dem Verlauf der Operationen, der Genesung, der Rehabilitation und allem, was damit zusammenhängt, hat, dem kann ich gerne einen Kontakt zu Michaela herstellen. Scheut Euch nicht, sie eine beeindruckende und liebe Persönlichkeit und beantwortet die Fragen gerne.

Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil II

Wie in meinem Artikel “Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil I”, der über Xenophon berichtet und den Ihr hier: Xenophon lesen könnt, handelt dieser Artikel von dem Vater der Klassischen Reitkunst:

Frederico Grisone
In den nächsten 1.000 Jahren nach Xenophon (430 vor Christus etwa geboren) folgte das Mittelalter, welches etwa vom 5. bis zum 16. Jahrhundert andauerte. Während dieser Zeit gewann die Reiterei eine völlig andere Bedeutung.

Die Pferde zu dieser Zeit mussten gänzlich andere Voraussetzungen mitbringen und erfüllen. Die Panzerreiterei, wie wir es heute nennen, gewann an Bedeutung, während die Reitkunst in den Hintergrund verschwand. Die Panzerrreitere legte keinen Wert auf wendige Pferde oder gar auf Pferde, die darüber hinaus auf feine Hilfen reagierten. Zu jener Zeit benötigten die Europäer für ihre Kriege und Kreuzzüge schwere, dem Kaltblüter ähnelnde Pferde. Es mussten Pferde sein, die im Stande waren, etwa 400 Pfund, also 200 Kilogramm, zu tragen – denn so viel wog ein Ritter in seiner Rüstung. Und ein Ritter, der eine Rüstung trug, war nicht in der Lage, feine Hilfen zu geben. Ein scharfes Gebiss und überdimensionierte Sporen sorgten für den nötigen Gehorsam und letztendlich musste das Pferd nur geradeaus galoppieren können.

Erst, als die Schusswaffen erfunden wurden, kam die Wende und man benötigte wieder feinfühlige, schnelle und wendige Pferde, die es auszubilden galt.

Und so stoßen wir zu Frederico Grisone, dem Vater der Klassischen Reitkunst, der 1532, beeinflusst von den Leitsätzen Xenophons, allerdings mit eigener Interpretation derer, die erste Reitakademie in Neapel gründete.

Nun war Frederico Grisone nicht nur von den Leitsätzen Xenophons beeinflusst, sondern auch von der Brutalität des Mittelalters geprägt. Grisones Ausbildungsmethoden entsprachen der damaligen Zeit und waren deshalb in einem sehr hohen Maße von Gewalt und Brutalität geprägt. Im Gegensatz zu Xenophon verlangte Grisone die bedingungslose Unterordnung des Pferdes unter den Menschen.

So schrieb Grisone in seinem Werk “Künstlicher Bericht und erzierlichste Beschreybung” (1550), dass Gehorsam zur Harmonie führt, in seiner Theorie eben durch andere Mittel, als Xenophon sie nutzte. Mittel, die für uns heute unvorstellbar und eher Quälereien entsprechen würden, zur damaligen Zeit aber der Normalität entsprachen.

Ein Beispiel seiner Ausbildungsweise möchte ich wiedergeben:

Zitat: “Wenn Dein Pferd stehenbleibt oder rückwärts geht, stelle einen Mann hinter ihm auf, der auf einen langen Stock eine böse Katze so gebunden hat, dass sie mit dem Bauch nah oben im freien Gebrauch ihrer Krallen und ihres Gebisses ist. Der Mann soll die Katze dicht an die Schenkel des ungehorsamen Pferdes halten, damit sie kratzen und beißen kann”.

Grisone verdankt den Titel “Vater der Reitkunst” nicht etwa seinen Foltermethoden. Er gründete die erste Reitakademie in Neapel und aus seiner Schule sind zwei weitere Reitmeister hervorgegangen. Antoine de Pluvinel (1555 – 1620) und Salomon de la Broule (1530 – 1610).

Ich persönlich würde nach heutigem Standard, nach allem was ich über die Ausbildungsmethoden Grisones gelesen habe, seine Reitakademie als Gewaltschule bezeichnen – aus damaliger Sicht entsprachen seine Ausbildungsmethoden dennoch durchaus der Norm und die Reitakademie genoss weitreichend den besten Ruf.

Neben der Gründung der Reitakademie in Neapel verdiente Grisone sich den Titel des Vaters der Reitkunst auch dadurch, dass es seine Erkenntnis war, dass die Trabarbeit die Hinterhand des Pferdes stärkt. Zur damaligen Zeit hatte der Trab noch keinerlei Bedeutung. Man konzentrierte sich eher auf den Galopp.

Auch legte Grisone als Erster Wert auf den Hankenbug (heute: Hankenbeugung) und trainierte dies, indem er seine Pferde rückwärts den Hang hinaufritt.

Ebenso stellte er fest, dass Reiten im Kreise die Hankenbeugung fördert und schließlich war er es, der diesem Kreis den Namen “Volte” verlieh.

Auch brachte dieser Reitmeister den Fachausdruck Kapriole (Bedeutung: wenn das Pferd auf Kommando durch einen Sprung mit allen vier Beinen in der Luft befindet) in die Reiterei. Die Kapriole zählt heute zur Hohen Schule.

Es war Grisone, der das wichtige Zusammenspiel der Hilfen erkannte. Dazu muss erwähnt werden, dass zur damaligen Zeit Hilfen den Charakter von Strafen hatte.

Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil I

Teil I:

Xenophon

Unter Klassischer Reitkunst versteht man nicht ausschließlich Pferdeshows mit Barockpferden oder gar das, was sich aus der Kavalleriereiterei Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat.

Anja Beran definiert die Klassische Reitkunst folgendermaßen (leicht durch mich abgewandelt):

Die Klassische Reitkunst ist die Fähigkeit, das Pferd durch Güte und logisch aufgebaute Übungen, die auf den Naturgesetzen von Gleichgewicht und Harmonie basieren, so auszubilden, dass es sich zufrieden und selbstbewusst dem Willen des Reiters hingibt, ohne dass sein natürlicher Bewegungsablauf auf irgendeine Art darunter leidet. Ein weiteres Ziel ist die Minimierung der Reiterhilfen.

Wenn man sich mit der klassischen Reitkunst befasst, wenn man verstehen möchte, was mit Reitkunst gemeint ist, wie sich die Reiterei im allgemeinen entwickelt hat, müssen wir zeitlich weit zurückgehen und so treffen wir auf Xenophon, der etwa 430 vor Christus geboren wurde.

Sokrates (ca. 470 – 399 vor Christus)

Xenophon war Schüler des Philosophen Sokrates (ca. 470 – 399 vor Christus) und dadurch stark von der Lehre der Wahrheitsfindung beeinflusst. Diese Lehre basierte auf der Suche nach dem Sein der Dinge, den Gründen für das Handeln, Leiden und Denken. Xenophon war nicht nur Schüler des Sokrates, er war auch Krieger und er liebte Pferde.

Wir verdanken Xenophon die ältesten und vollständig erhaltenen Wekre zur Reitkunst:

  • “Über die Reitkunst” und
  • “Der Reitoberst”.

Xenophon sagte bereits zu Lebzeiten: “Wenn jemand ein Prunkpferd verlangt, das freiwillig lebhaft ist und mitarbeitet, so muss man wissen, dass nicht alle dieser Gaben fähig sind, sondern nur diejenigen, welche mit einer stolzen Seele einen starken Körper verbinden. Allen, die mit Tieren umgehen, sei eindringlich zugerufen: Vergeht Euch nicht an der stolzen Seele!”

Ich erinnere: Diese Worte sind fast 2.500 Jahre alt.

Aufgrund der Tatsache, dass Xenophon auch Krieger war, wusste er nur zu gut, wie überlebenswichtig ein gehorsames und gut gerittenes Pferd war. Geprägt durch seinen Lehrer Sokrates machte sich Xenophon intensive Gedanken über die Pferde, die in seinen Händen waren, über die Reitweise und über die Ausbildung der Remonten. So findet sich auch dieses Zitat: “Ein Geschöpf, dem man sein Leben anvertraut, sollte seinem Reiter bereitwillig Folge leisten. Doch das erreicht man nicht durch Gewalt, sondern nur durch liebevolle Überzeugung”. Und somit besaß Xenophon ein hohes ethisches Verantwortungsbewusstsein. Aus seiner Sicht hatte das Pferd eine eigene Persönlichkeit, die es zu respektieren galt und noch mehr: Es sollte ein Partner für den Menschen sein und ihm nicht als Knecht dienen müssen.

Xenophon wusste bereits damals, dass ein Pferd trainiert werden muss, um ein gutes Reitpferd zu werden und zu sein.

Zitat: “Unfolgsame nutzen im Kampf mehr den Feinden als den Freunden.”

Über den Reitersitz vermittelt uns Xenophon folgendes (Anmerkung: damals wurde noch ohne Sattel geritten):  “Aber einen Sitz wie auf einem Sessel mit hochgezogenen Knien kann ich durchaus nicht loben. Richtig sitzt der Reiter, wenn er mit beiden Schenkeln gespreizt aufrecht, als ob er steht, auf dem Pferd sitzt. Denn auf diese Art wird er mit beiden Oberschenkeln sich mehr am Pferd festhalten, er reitet mit festerem Schluss und da er aufrecht ist, hat er mehr Kraft, vom Pferd herab den Wurfspieß zu schleudern oder auf die Feinde einzuschlagen. Vom Knie abwärts muss er das Schienenbein mit dem Fuß schlaff herabhängen lassen. Denn wenn er das Bein steif hält, würde er, wenn er an etwas anstößt, sich das Bein zerbrechen. Ist aber das Schienenbein leicht beweglich, so kann es, wenn e an etwa anstößt, nachgeben und den Oberschenkel dann gar nicht von der Stelle bewegen. Der Reiter muss auch seinen Körper oberhalb der Hüften daran gewöhnen, so leicht beweglich wie möglich zu sein. Denn so wird er sich noch viel mehr anstrengen können, und wenn ihn einer stößt oder zerrt, kann er weniger leicht vom Pferd geworfen werden.”

Ein weiteres Zitat von Xenophon, inspiriert von Simon (Anmerkung: Simon war ebenfalls ein Schriftsteller früherer Zeit, leider sind seine Überlieferungen nicht vollständig erhalten), das mir sehr gut gefällt, lautet: “Der Reiter, der ihm nichts zuleide tut, erzürnt es auch nicht. Denn was das Pferd gezwungen tut, das versteht es nicht, wie auch Simon gesagt hat.”

Aus meinem Alltag mit Pferd – der Rückschlag

Wir kennen es alle. Vielleicht kennt es der Eine oder Andere auch nicht. Aber ich lerne langsam, damit zu leben und damit umzugehen.

Ich habe meine Stute wachstums- und verletzungsbedingt dieses Jahr nochmal für 6 Monate auf die Weide gestellt. Sie sollte sich in völliger Ruhe erholen und jede Freiheit haben, ihren Wachstumsschub zu bewältigen.

Vor 4 Wochen etwa holte ich sie zurück und ließ sie vom Tierarzt und von der Chiropraktikerin untersuchen. Alle waren sie begeistert, wie gut sie sich doch gemacht hätte und alle Probleme, die der Wachstumsschub mit sich brachte, schienen überwunden. Und so erhielt ich grünes Licht und fing an, meine Stute, wie in einem vorherigen Beitrag unter “Aus meinem Alltag mit Pferd”, aufzubauen.

Das klappte auch wunderbar – bis vor ein paar Tagen. Ich bat meine Freundin, sie zu reiten, kurz, ganz locker und…

Meine Stute zeigte ein für mich sehr ähnliches Gangbild wie im März, als sie zu Beritt auf einem anderen Hof war. Ich nahm das ganze auf und schickte das Video meinem Tierarzt.

Es sieht für mich so aus, als könnte die Stute nicht untertreten.

Am nächsten Tag kam der Tierarzt und wir führten die Kontrollen durch, ich könnte dieses Vorgehen in diesen Terminen bereits rückwärts ohne ein Mal zu stottern, erzählen. Der Tenor meines Tierarztes war: “Ich habe sie schon lange nicht mehr so gut laufen sehen”, nahm mir die Stute aus der Hand und führte sie mir im Trab vor, damit ich mich selbst davon überzeugen konnte. Und tatsächlich, ein taktklarer Trab, der Rücken schwang schön durch, die Stute völlig locker.

Unter Reitergewicht sah das ganz anders aus. Für mich sehr grausam und herzzerreißend.

Nach Untersuchung des Rückens und normale Reaktionen gehen wir vom Kreuzdarmbeingelenk aus. Ok – diese unflexible Gelenk haben wir noch nicht auf der Liste. Ich sage: Herzlich willkommen. Also wird die Stute weiter vom Boden aus trainiert und die Behandlung für das Kreuzdarmbeingelenk in die Wege geleitet.

Aber irgendwie habe ich die Vermutung, dass zudem mit dem rechten Knie etwas nicht stimmt. Es zeigt zwar keine Anzeichen, es ist also nicht warm, nicht gefüllt, es erfolgt keine Reaktion auf Druck und Gezerre. Aber um sicher zu gehen, müssten andere Gerätschaften her. Nur, einfach mal so ein MRT oder eine Arthroskopie, nein, das mache ich nicht.

Ich warte die Behandlung ab und wir werden sehen, ob sie anschlägt.

Pferde und Tee und was der Stallmeister damals dazu wusste

Nahezu alle Pferde mögen Tee. Viele Pferde möchten den Tee gerne über das Futter gegossen serviert bekommen, andere wissen ihn als Getränk zu schätzen und selbstverständlich sollte der Tee lauwarm angeboten werden.

Tee schmeckt nicht nur gut, Tee kann auch ideal vorbeugend und zur Unterstützung der Therapie bei bereits bestehenden Erkrankungen dienen.

Auf einige Vorbeugungen und Unterstützungen bei Erkrankungen wird in diesem Artikel näher eingegangen.

  • Atemwegserkrankungen

Friedrich Beck, Verfasser des Werkes „Hippologische Mittheilungen und Notizen über die Natur, Eigenschaften Pflege und Verwendung des Pferdes“ (Wien 1878) empfiehlt zur Vorbeugung und  bei bereits bestehenden Atemwegserkrankungen folgendes Hustentee-Rezept:

Die Teemischung besteht aus je 25 Gramm Thymian, Salbei, Anis, Kamille, Malve, Huflattich, Spitzwegerich, Schafgarbe, Königskerze und Lungenkraut. Man brüht den Tee auf (etwa eine Handvoll Kräuter auf eine Kanne Wasser), lässt ihn 10 Minuten ziehen und gießt ihn dann über das Kraftfutter der Pferde. Die Kräuter können mit verfüttert werden, sie werden gern gefressen.

HINWEIS: Husten beim Pferd ist immer ernst zu nehmen und muss unbedingt immer ausdiagnostiziert werden! Insbesondere wenn das Pferd fiebert, ist zwingend unverzüglich der Tierarzt zu konsultieren.

  • Entschlackung

Brennesseltee wirkt entschlackend bei Lahmheiten und Rehe und in Kombination mit Ackerschachtelhalm auch lindernd bei Arthrose.

  • Ekzeme

Schachtelhalmtee fördert eine gesunde Haut und wirkt gegen Ekzeme.

  • Durchfall

Schwarzer Tee in Maßen.

  • Beruhigung

Johanneskrauttee ist beruhigend nach Aufregungen (Turnieren beispielsweise).

  • Fressunlust, Darmerkrankungen, Koliken

Tee aus der Isländischen Moosflechte wirkt lindernd bei Fressunlust, Darmerkrankungen und beugt Koliken vor. Er hat auch eine gute Wirkung gegen Husten.

  • Verdauungsapparat, Harnförderung, Blutreinigung

Hagebuttentee sorgt für eine Blutreinigung, fördert den Harntrieb und sorgt für einen gesunden Verdauungsapparat. Zudem weisen Hagebutten einen hohen Vitamin C-Gehalt auf.

Auch bei diesen Tees gilt: mit aufgekochtem Wasser (etwa eine Kaffeekanne voll auf eine Hand voll Teeblätter) aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Teekräuter können mit verfüttert werden. Bitte den Tee immer mindestens lauwarm (nicht wärmer) servieren.

Das Gespräch mit der (Pferdebuch-)Autorin Barbara Behrend

Ich habe Barbara Behrend vor einiger Zeit in Facebook kennengelernt. Wir tauschten uns ein wenig über unser Leben aus und bald durfte ich erfahren, dass Barbara Autorin und Verlagsinhaberin ist. Das machte mich neugierig und ich wollte noch mehr über Barbara und ihre Tätigkeit als Autorin erfahren. Zu gerne lese ich abends, wenn ich mal eine Stunde Zeit für mich habe, neben meinen hippologischen Fach- und Sachbüchern auch einen Roman, der mich in eine andere Welt zieht und trotzdem mit dem Thema Pferd in Berührung kommt. Ein guter Roman, der mich bindet und mich wissen lassen muss, wie es weiter geht, die völlige Ruhe und ein Glas von dem guten Rotwein, dieser Zustand lässt meine Seele -vor allem im trüben und kalten Winter- baumeln, die Zeit für einen Moment still stehen und eine Entspannung stellt sich ein…

Barbara Behrend wurde 1979 geboren und wuchs auf einem Hof mit Pensionsstall und integrierter Trakehnerzucht auf.Als Barbara etwa 1 Jahr alt war, bekam sie ihr erstes Pony namens Monika geschenkt – man könnte sagen, Barbara wurde in den Sattel geboren.Bereits als Kind hatte Barbara geistige Eingaben von Geschichten und so ließ es nicht lange auf sich warten, bis Barbara im zarten Alter von 13 Jahren begann, ihre ersten Geschichten niederzuschreiben. Noch genau erinnert sie sich an ihre erste notierte Erzählung, die von einer Familie handelt, in der die Pferdezucht das ganze Leben bestimmt. Und so kamen Barbara bereits in ihrer Kindheit unzählige Geschichten in den Kopf, die allesamt früher oder später zu Papier gebracht werden wollten. Aber wie das Leben so spielt, müssen Ideen reifen und Sehnsüchte so manches Mal auf die Umsetzung warten.Dennoch bin ich nach meiner eigenen Lebenserfahrung inzwischen davon überzeugt, dass Ideen und Sehnsüchte einen Menschen, wenn man ihnen denn nicht nachgeht, immer wieder einholen und das Leben hin und wieder Schicksalsschläge schickt, die einen dazu bewegen beziehungsweise helfen, seine Sehnsüchte zu verwirklichen. Auch wenn die Schicksalsschläge nicht immer positiver Natur oder gar einfach zu bewältigen sind, aber sie haben ihre Daseinsberechtigung und nach einiger Zeit stellt man fest, dass sie nicht umsonst kamen und sogar für etwas gut waren oder sein werden. Und so erging es auch Barbara.Im Alter von 24 Jahren trat Barbara ihre Arbeitsstelle im Airport Club Frankfurt an. Kurz darauf wurde sie von ihrer Stute Harmony massiv in die Leber getreten. Und als sei das nicht genug, genau zu dieser Zeit änderten sich sehr viele Dinge in ihrem Leben, die das Gleichgewicht Barbaras ins Schwanken brachten. Instinktiv wusste sie, was zu tun ist. Und so setzte sie sich an ihren Schreibtisch und fing an, ihren ersten Roman “Parcours des Lebens” auf Papier zu bringen. Sie wusste tief in ihrem Inneren, dass das Niederschreiben ihrer Geschichten ihr helfen würde, den schrecklichen Vorfall mit ihrer Stute Harmony und so einige andere Dinge zum damaligen Zeitpunkt in ihrem Leben, aufzuarbeiten und zu bewältigen.Noch bevor sie “Parcours des Lebens” fertig stellte, trieb sie ihr Tatendrang zunächst den Roman “Hindernisse zum Glück” niederzuschreiben.Und so folgte ein Roman nach dem anderen, so dass Barbara, ermutigt durch ihre Freunde, 2011 ihren eigenen Verlag gründete, den sie nach ihrer Stute Harmony benannte.Auf die Frage, welche Quellen Barbara nutzt, um den Stoff für ihre Romane zu finden, antwortet sie:

“Bis heute sind Harmony und ihre Mutter Hyundai (beides Trakehner) , sowie meine Hunde Leon und Cäsar, meine größte Inspiration. Die Menschen in meinen Büchern sind zwar frei erfunden, begegnen mir aber in gewisser Weise im täglichen Leben.”Und natürlich wollte ich noch wissen, was in ihrem Leben der dramatischste Moment mit einem ihrer Pferde war, und welchen Moment sie zu den glücklichsten zählt. Ohne zu zögern antwortete Barbara:“Der schlimmste und dramatischste Moment mit Pferden war mit Sicherheit der Tritt von Harmony.
Schöne Momente gab es sehr viele. Vorallem die Geburt von Hyundais 3 Fohlen Humphrey Bogart, History und Hyundai.
Was mich besonders berührt ist die Tatsache, dass ich für ihr erstes Fohlen Humphrey Bogart, genannt Bogie, der erste Mensch war, den er bei seiner Geburt sah und der letzte, als er nach langer Krankheit mit 15 Jahren eingeschläfert werden musste. Er war auch etwas ganz besonderes für mich, da er mir das Gefühl gab, bis ganz tief in meine Seele schauen zu können. Das habe ich auch in HINDERNISSE ZUM GLÜCK bei dem Pferd Condor beschrieben.”
Bis heute ist Barbara hauptberuflich Angestellte und sieht Schreiben als ihr Hobby an. Nach wie vor hilft es ihr zum Einen Dinge aus ihrer Vergangenheit zu bewältigen und zu verarbeiten und zum Anderen beim Abschalten nach einem stressigen Arbeitstag. Sie hat ihren Weg gefunden, den Ausgleich für sich zu schaffen und ihr Gleichgewicht wiederherzustellen und zu wahren.

Publikationen Reiterromane

  • Hindernisse zum Glück – http://harmony-albig.de/bucher/parcours-des-lebens/
  • Grand Prix für die Liebe – http://harmony-albig.de/bucher/hindernisse-zum-gluck/
  • Parcours des Lebens – http://harmony-albig.de/bucher/parcours-des-lebens/
  • Die Bücherdetektivin und der Reitsport (nur als Ebook) – http://harmony-albig.de/bucher/die-buecherdetektivin-der-reitsport/
  • Ritte des Schicksals – http://harmony-albig.de/bucher/rittedesschicksals/
  • Cosy Krimi: Im Nebel der Geheimnisse – http://harmony-albig.de/bucher/im-nebel-der-geheimnisse/

Mein Feedback und weitere

Alle hier aufgeführten Reiterromane lassen den Eindruck erwecken, dass hier ein Autor am Werk war, der sich fundiert in der Reiterszene und dem alltäglichen Leben mit dem Pferd mit all seinen Höhen und Tiefen auskennt. Dieser Eindruck ließ mich noch tiefer in die Geschichten fallen.

Bei nahezu allen anderen Pferderomanen, die ich bislang in meinen Händen hatte, hatte ich leider oft den Eindruck, dass Fantasie und Surrealismus federführend waren.

Ähnliche Feedbacks, so bestätigte mir Barbara, erhält sie auch von weiteren Menschen aus dem Reitsport, wie beispielsweise von einem angesehenen Turnierrichter, der ihr mitteilte, ihre Romane ließen blicken, dass Fachwissen dahinter stecke.

Und genau das ist Barbara sehr wichtig. Geht es in Barbaras Romanen um Szenen mit Pferden, in denen sie sich nicht sicher ist, so ließ sie sich von der Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei diese Passagen absegnen.

Der nächste Roman

Im Moment arbeitet Barbara an ihrem nächsten Roman, der in der Poloszene spielt. Und hier zeigt sich wieder, dass Barbara, um ihre Geschichte realitätsnah wirken zu lassen, recherchiert, an den Ort des Geschehens reist und sich überzeugt, was ihren Romanen immer eine realistische Basis gibt. Aus diesem Grund war sie in diesem Sommer in Frankfurt bei den beiden auf dem Georgshof ansässigen Poloclubs zur Recherche und wurde dort freundlich und tiefgreifend unterstützt.

Der genaue Termin der Publikation des Romans steht noch nicht fest, aber ich freue mich schon sehr darauf.

Danksagung und Empfehlung

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Barbara Behrend für unser Gespräch und ihren Einblick in ihr Leben und ihre Tätigkeit als Autorin bedanken.

Ich kann die Romane wärmstens empfehlen. Man sagt, Glück und Wohlbefinden kann man nicht kaufen. Aber ich sage, ein guter Roman sorgt an so manchen Abenden für Wohlbefinden – und das lässt sich mit Geld nicht bezahlen.

Halla

Nachdem ich gestern bis in die Nacht meine Springaufnahmen von Aachen angesehen habe, musste ich an die Wunderstute Halla denken.

Halla wurde 1945 in Darmstadt geboren, ihre Abstammung war eher bescheiden. Sie war ein Stutfohlen, ihre Mutter Helene war ein französisches Beutepferd ohne Abstammung, ihr Vater ein deutscher Traberhengst namens Oberst.

Halla war ein äußerst schwieriges Pferd, welches als sehr zickig galt. Sie mochte es nicht, angefasst zu werden, was sich als Reitpferd doch schwierig gestaltet. Schnell wurde sie als ungeeignet für den Reitsport abgestempelt, nachdem sich etliche Reiter an ihr versuchten. Ursprünglich wurde sie als Rennpferd ausgebildet, eignete sich jedoch nicht dafür- ihr enormes Sprungvermögen blieb dabei jedoch nicht unerkannt.

Auf der anderen Seite gab es da den jungen, aufstrebenden Springreiter Winkler und wie es das Schicksal wollte, fanden die beiden 1951 zusammen, in dem Hallas Züchter und Besitzer ihre Stute Winkler zur Verfügung stellen, weil kein anderer sie haben wollte.

Und so fanden zwei zusammen, die zusammen gehörten. Schnell stellte sich heraus, dass Halla in ihrer Vergangenheit oft Langeweile hatte und erst zur Leistung fähig war, nachdem sie entsprechende Aufgaben bekommen hatte und schließlich in den richtigen Händen war.

Die Erfolge unter Winkler waren nicht mehr zu bremsen.

Wichtige Prüfungen wurden gewonnen, 1954 und 1955 dann die Weltmeisterschaft gewonnen und 1956 kam dann der Antritt zu den olympischen Spielen. Der Ritt am 16.06.1956 sollte Halla unvergessen machen,hier genauer gesagt der zweite Umlauf. Während des ersten Umlaufs rissen alle Teilnehmer eine Hürde, auch Halla und Winkler. Was während des ersten Umlaufs für Deutschland aber zur Tragödie wurde, war die Verletzung Winklers während des Sprunges am Steil in der Lenden- und Bauchgegend. Winkler sackte vor Schmerzen zusammen und konnte sich kaum noch im Sattel halten. Doch anstelle nach dem ersten Umlauf ins Krankenhaus zu gehen, was das Aus für die Chance auf eine Medaille, aber auch auf die Goldmedaille für Deutschland bedeuten würde, entschied er sich, den zweiten Umlauf mit seiner Halla anzutreten.

Der Tierarzt flößte ihm mehrmals Medikamente ein, so starke, damit er einigermaßen die Schmerzen ertrug, dass Winkler mehrfach das Bewusstsein verlor und noch kurz vor seinem Ritt von seinen Kollegen wachgerüttelt werden musste. An effektives Reiten war nicht mehr zu denken.

Wie auch immer waren es Halla und Winkler, die den zweiten Umlauf als einzige fehlerfrei meisterten. Winkler schrie bei jedem Sprung vor Schmerzen auf, konnte seine Stute mehr mit Stimme als durch das Reiten führen, aber Halla siegte und gab alles, als hätte sie verstanden, was mit ihrem Reiter passiert ist und worum es bei diesem Parcours ging.

Das war der Moment, in dem Halla international zum beliebtesten Sportpferd wurde- eine lebende Legende war geboren und der olympische Sieg galt nur ihr. Und das bedeutete Gold für die deutsche Mannschaft, Gold für Winkler. Auch 1960 gewannen die beiden die olympischen Spiele und längst galt Halla als bestes und bestgerittenes Pferd weltweit. Etliche Erfolge gingen auf ihr Konto, 128 Siege wurden verzeichnet. Das Pferd, das den Stempel ungeeignet trug und das Pferd, das niemand wollte.

Unendlich viel Post von der ganzen Welt wurde an den Empfänger: Halla, Deutschland gerichtet. Würfelzucker en masse erreichte Warendorf, etliche Briefe mit dem Inhalt: Halla, wie geht es Dir?

Nach den olympischen Spielen1960 wurde Halla damals 15-jährig aus dem Reitsport verabschiedet und für die Zucht eingesetzt. 16-jährig und in diesem Alter nicht selbstverständlich bekam sie ihr erstes Fohlen. 7 weitere sollten folgen, aber keines konnte ansatzweise in ihre Fußstapfen treten.

Halla starb 1979 im Alter von 34 Jahren, die braune hessische Wunderstute mit dem weißen Fleck mit einem Stockmaß von 1,71m, ohne je ernsthaft erkrankt oder verletzt gewesen zu sein, gefordert bis in die höchsten und schwierigsten Leistungsklassen, ohne je platt geritten gewesen zu sein.

Die Wunderstute blieb bis zu ihrem letzten Tag bei Hans Winkler. Wenn man ihn auch heute noch über Halla fragen würde, würde er sagen: Sie war eine Legende, aber sie war auch eine Diva. Wir drohten und wir versöhnten uns, bis sie akzeptierte, dass ich der Kapitän und sie mein erster Offizier war, bis ich ihr die Führung während des zweiten Umlaufs 1956 übergab. Wir waren Partner.

Halla wurde mit einer lebensgroßen Bronzeskulptur geehrt, die in Warendorf steht und 1979 wurde erlassen, dass kein anderes Pferd auf keinem Turnier der Welt den Namen Halla tragen darf.

Das deutsche Wunderpferd, an das zu Beginn niemand glaubte…