Rund Ums Pferd: Ein Paradies für Pferdeliebhaber

Pferde sind eine der majestätischsten Kreaturen der Welt. Sie sind nicht nur wunderschön, sondern auch klug und stark. Im Laufe der Jahrhunderte haben Menschen mit ihnen gearbeitet. Ob für landwirtschaftliche Zwecke oder Kameradschaft. Heute gibt es weltweit fast 60 Millionen Pferde. Sie können diese erstaunlichen Tiere treffen, wenn Sie auf grasbewachsenes Ackerland gehen. Sie sind auch in Gebieten wie Europa und Asien weit verbreitet. 

Hier bei Rund Ums Pferd fühlen wir uns unserer Liebe zu Pferden verpflichtet. Unsere Website widmet sich der Information über diese majestätischen Kreaturen. Sie können alles von Blogs, Büchern und Artikeln über Pferde finden. Lesen Sie weiter, um mehr über Pferde und ihre Besonderheiten zu erfahren. 

Fakten über Pferde

  1. Pferde schlafen im Stehen
    – Menschen sind normalerweise überrascht, wenn sie erfahren, dass Pferde im Stehen schlafen. Sie bekommen genug Schlaf und ruhen sich so aus. Sie schlafen auch im Liegen, aber dies ist nur in seltenen Fällen. Stillstuten schlafen im Liegen, wenn sie müde sind oder Wehen haben.
  2. Sie können 30 Jahre oder älter werden
    – Die Lebenserwartung von Pferden war früher kürzer. Nach Fortschritten in Zucht und Medizin können sie jedoch bis zu 30 Jahre oder länger leben. Dies macht ein Pferd zu einem perfekten Lebensgefährten.
  3. Sie können ihr Alter an ihren Zähnen erkennen
    – Pferde haben große, flache Zähne, die zum Schleifen von Pflanzen bestimmt sind. Die Qualität des vorhandenen Zahnschmelzes kann eine Schätzung ihres Alters bestimmen. Die Besitzer müssen auch sicherstellen, dass die Zähne ihres Pferdes gesund sind und keine Schmerzen verursachen.
  4. Atemfrequenz von vier Atemzügen pro Minute
    – Während Menschen durchschnittlich 12-16 Atemzüge pro Minute haben, haben Pferde nur vier. Ihre Herzfrequenz und Atmung können sich jedoch erhöhen. Dies hängt davon ab, wie sie sich fühlen oder wie müde sie sind. Wenn sie Angst haben, verärgert oder überarbeitet sind, kann sich die Atemfrequenz erhöhen.
  5. Pferde sind Pflanzenfresser
    – Im Gegensatz zu den meisten Säugetieren fressen Pferde nur Pflanzen. Ihre Ernährung besteht aus Gras, Heu und verarbeitetem Futter. Einige Besitzer füttern ihre Pferde mit Gerste, Hafer und Mineralstoffen. Ihr Verdauungssystem ist empfindlich und nur für Pflanzen gedacht. 

Über Rund Ums Pferd

Rund Ums Pferd ist eine deutsche Website, die sich auf alles spezialisiert hat, was mit Pferden zu tun hat. Es gibt viele dieser majestätischen Kreaturen in Deutschland, Europa und im Rest der Welt. Wir sind bestrebt, Ihnen genaue Informationen zur Pflege Ihres Pferdes zur Verfügung zu stellen. Schauen Sie sich die folgenden Dienstleistungen und Informationen an, die wir anbieten: 

  • Allgemeine Informationen zu
  • Pferden Reiten
  • Pferderennen 
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  • Gesundheitsinformationen
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  • Pferderegenden

Rund Ums Pferd: Grundcharaktere von Pferden

Pferde sind normalerweise sanfte Wesen. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften und Persönlichkeiten, genau wie Menschen. Ob sie Angst haben, glücklich oder wütend sind, Pferde werden entsprechend handeln. Lernen Sie dieses majestätische Tier kennen und werfen Sie einen Blick auf die Grundcharaktere eines Pferdes: 

  1. Dominant
    – Einige Pferde sind dominant und ziehen es vor, dass sie das Kommando übernehmen. Sie mögen es, das „Alpha“ in der Beziehung zu sein und lehnen normalerweise ihre Besitzer ab. Diese Pferde ignorieren gerne Menschen und gehen ihren eigenen Weg.
  2. Unabhängig
    – Diese Eigenschaft zieht es vor, nicht mit Menschen zusammen zu sein. Pferde mögen es im Allgemeinen, in Gruppen zu sein, aber manche mögen es einfach, alleine zu sein. Diese Pferde hören im Allgemeinen nicht auf ihre Besitzer und kooperieren selten.
  3. Genossenschaft
    – Diese Pferde sind neugierig und offen für Neues. Sie sind zunächst vorsichtig, akzeptieren aber schließlich Dinge. Sie lieben es, Zeit mit ihren Besitzern und anderen Tieren zu verbringen.
  4. Ausgesprochen
    – Pferde sind lautstark und lieben es, ihre Gefühle auszudrücken. Wenn sie glücklich oder wütend sind, werden Sie normalerweise wissen. Sie wiehern und kichern bei neuen Dingen und reagieren auf Ihre Handlungen.
  5. Treu
    – Das einzige Merkmal, das alle Pferde haben, ist Loyalität. Sie sind ihren Besitzern treu. Ähnlich wie andere Haustiere wie Hunde wachsen sie an ihren Begleitern. Behandeln Sie Ihr Pferd gut und Sie werden beide eine unzerbrechliche Verbindung herstellen. 

Verhalten und Persönlichkeit

von Pferden Auf unserer Website unterfinden Sie viele Informationen zu Pferden https://rund-ums-pferd.net. Sie können mehr über ihr Verhalten und ihre Persönlichkeit erfahren. Schauen Sie sich einige der grundlegenden Eigenschaften an, die ein Pferd zeigen wird: 

  1. Vokalisierenoffen
    – Pferde sindund machen gerne Geräusche. Sie wiehern, kichern und schnauben je nach Situation. Einige Pferde grunzen und seufzen auch.
  2. Nuscheln
    – Wenn Ihr Pferd glücklich und bequem ist, wird es nuscheln. Dies ist ein Akt des Reibens des Kopfes an bestimmten Dingen, die sie glücklich machen. Es könnten Mitpferde und Tiere oder deren Besitzer sein.
  3. Treten
    – Pferde treten als Reaktion. Meistens treten sie, weil sie Angst haben und sich bedroht fühlen. Auf der anderen Seite treten einige Pferde einfach, weil sie energisch sind. Sie können einige Pferde finden, die um ein offenes Feld tänzeln und glücklich weg treten.
  4. Ohrbewegung
    – Sie können erkennen, was Ihr Pferd fühlt, wenn Sie auf die Ohren schauen. Experten sagen, wenn die Ohren nach vorne zeigen, sind sie wachsam. Wenn sie rückwärts fixiert sind, hören sie etwas hinter sich. Wenn andererseits die Ohren schnell schnippen, ist dies ein erhöhter Angstzustand. Ihr Pferd kann von einer bestimmten Situation überfordert sein. 

Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten, können Sie dies untertun rundumspfersd@freenet.de. Sie können uns auch auf unserer Website unter https://rund-ums-pferd.net/ erreichen

Rund Ums Pferd: Wie man ein Pferd

pflegt Pferde gibt es schon seit Millionen von Jahren. Nach ersten Aufzeichnungen stammten sie zunächst aus Nordamerika. Von dort aus verbreiteten sie sich auf der ganzen Welt in Gebiete wie Europa und Asien. In dieser Zeit wurden sie hauptsächlich für Milch und Fleisch verwendet. Die Welt entwickelte sich bald und die Menschen verbanden sich mit diesen majestätischen Tieren. Sie waren domestiziert und halfen Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten. 

Hier bei Rund Ums Pferd sind wir stolz darauf, alles über Pferde zu wissen. Unsere Website bietet Blogs und Artikel über die Pflege dieser großartigen Tiere. Wir bieten auch Gesundheitstipps, Produkttests und mehr. Wenn Sie jemals Hilfe bei der Pflege Ihres Pferdes benötigen, sind wir die richtigen Ansprechpartner. 

Pferde sind heute ein Transportmittel. Sie helfen auch bei der Landarbeit und beim schweren Heben. Es gibt auch Zuchtprogramme, die sie für Rennveranstaltungen aufziehen. Egal welche Aufgabe ihnen übertragen wird, sie müssen erledigt werden. Schauen Sie sich die Grundlagen zur Pflege eines Pferdes an: 

  1. Füttern Sie es mit gutem Futter
    – Pferde sind starke und muskulöse Tiere. Sie brauchen die richtige Ernährung, um gesund zu sein. Wenn sich Ihre Ställe in Grasflächen befinden, kann dies als Nahrung dienen. Wenn es jedoch nicht viel Gras gibt, können Sie sie mit Heu füttern. Das durchschnittliche 1000-Pfund-Pferd muss täglich mindestens 10-20 Pfund Heu und Gras essen. Achten Sie darauf, Ihr Pferd zu überwachen, auch wenn es auf dem Feld weidet. Übermäßiges Essen kann zu Fettleibigkeit führen. 
  2. ihre Eimer und Schlafbereiche
    Reinigen Sie- Neben gutem Futter benötigen Pferde auch sauberes Wasser. Sie müssen ihre Eimer regelmäßig wechseln und mindestens zweimal täglich reinigen. In Bezug auf die Schlafbereiche müssen die Ställe auch ordentlich sein. Entfernen Sie überschüssiges Heu und stellen Sie sicher, dass genügend Platz zum Ausruhen vorhanden ist.
  3. Entfernen Sie Gülle und andere schmutzige
    Gegenstände – Pferde werden normalerweise beim Weiden kotfrei. Aber sie tun dies auch im Stall, wenn sie sich ausruhen. Überprüfen Sie ihre Bereiche mindestens zweimal täglich, um Mist- und Urinflecken zu entfernen. Ein schmutziger Stall kann dazu führen, dass sie schlecht riechen, ganz zu schweigen von gesundheitlichen Problemen.
  4. Überprüfen Sie die Hufe täglich
    – Pferde sind in der Regel wartungsarm. Eines der wichtigsten Dinge, die Sie überprüfen müssen, sind ihre Hufe. Ihre Zehen müssen beschnitten und gereinigt werden. Dieser Vorgang wird als „Beschlagen“ der Hufe bezeichnet. Wenn Sienicht regelmäßig beschlagen ihre Füße, kann dies zu Schmerzen und Lahmheit führen.
  5. Saisonal
    vorbereiten – Je nachdem, wo Sie wohnen, sollten Sie Ihre Pferde auf das Wetter vorbereiten. In tropischen Ländern ziehen Pferde Fliegen, Zecken und andere Schädlinge an. Im Winter können sie empfindlich gegen Kälte sein. Stellen Sie sicher, dass die Ställe warm sind und versorgen Sie Ihre Pferde mit Decken. Diese Decken müssen täglich gewaschen und ausgetauscht werden, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden.
  6. Gib ihnen Bewegung
    – Pferde sind sportliche Tiere. Sie müssen rennen und ihre Beine strecken. Wenn Sie einen eingezäunten Bereich haben, können Sie diese frei herumlaufen lassen. Sie können sie auch reiten oder auf einem langenlaufen Zügel. Eingepferchte Pferde haben Probleme, mit anderen sozial zu sein. Bewegungsmangel kann zu Fettleibigkeit und verschiedenen Gesundheitsproblemen führen.
  7. Bereiten Sie eine Routine vor
    – Pferde sind sehr klug. Sie wissen, wann sie mit Mahlzeiten und Spaziergängen rechnen müssen. Halten Sie eine feste Routine und lassen Sie sie sich daran gewöhnen. Dies kann Ihrem Pferd auch helfen, eine bessere Bindung zu Ihnen aufzubauen. Eine Routine wird ihre Gesundheit und Beziehung zu ihren Besitzern verbessern.
  8. Regelmäßige Gesundheitskontrollen durchführen lassen
    – Lassen Sie Ihr Pferd mindestens ein- bis zweimal im Jahr untersuchen. Diese Kontrollen umfassen Zahngesundheit und Fußwachstum. Ihr Körper, insbesondere ihr Rücken, sollte ebenfalls überprüft werden. Wenn Sie etwas Ungewöhnliches an Ihrem Pferd bemerken, lassen Sie es untersuchen. Tierärzte geben Ihnen Ratschläge und Medikamente, um Ihnen zu helfen.
  9. Holen Sie sich die richtige Ausrüstung
    – Die Ausrüstung Ihres Pferdes hängt davon ab, was Sie damit machen möchten. Wenn Sie auf Ihrem Pferd reiten möchten, kaufen Sie die Grundausstattung. Dazu gehören Sättel, Zäume, Gurte, Steigbügel und mehr. Diese Artikel sind nicht nur für den Stil. Sie bieten Komfort für Sie und Schutz für Ihr Pferd.
  10. sie gut
    Pflegen Sie- Die Hauptelemente bei der Pflege Ihres Pferdes liegen in ihren Füßen und ihrem Körper. Sie müssen ihre Hufe regelmäßig reinigen, indem Sie Schmutz und Steine ​​wegpicken. Eine große Bürste sollte verwendet werden, um ihren Körper und Schwanz zu bürsten. Die Augen, Ohren und Nasenlöcher werden sorgfältig mit speziellen Tüchern gereinigt. Es ist ideal, Ihr Pferd einmal am Tag zu bürsten und zu reinigen. 

Was Sie über Pferde wissen müssen

  1. Sie sind riesig und stark
    – Auf den ersten Blick werden Sie vielleicht überrascht sein, wie groß erwachsene Pferde sind. Es gibt verschiedene Rassen und Größen, aber das durchschnittliche Gewicht liegt bei 800-1.300 Pfund. Dies kann das Äquivalent von 5-8 Menschen sein. Sie sind auch satte 1,4-2 Meter hoch. Sie haben dünne Beine, lassen sich aber nicht täuschen. Diese Beine können über 2.000 Pfund Druck ausüben. Sie können auch das 3-4-fache ihres Gewichts ziehen oder tragen!
  2. Jedes Pferd hat eine andere Persönlichkeit
    – Genau wie Menschen haben Pferde ihre Persönlichkeit. Einige können hartnäckig und schlau sein, während andere sanft und sozial sind. Es kann zunächst schwierig sein, ihre Eigenschaften zu bestimmen, aber je mehr Zeit Sie mit ihnen verbringen, desto mehr lernen Sie ihre Persönlichkeit kennen. Lernen Sie ihre Vorlieben und Abneigungen sowie ihre Lieblingsbeschäftigungen kennen.
  3. Sie sind sehr klug
    – Menschen unterschätzen die Intelligenz von Pferden. In Wirklichkeit können sie so schnell lernen wie ein Mensch. Diese erstaunliche Eigenschaft ermöglicht es ihnen, zahm und neugierig zu sein. Sie können eine tiefe Beziehung zu Ihrem Pferd aufbauen und ihm neue Dinge beibringen. Einige Leute bringen ihrem Pferd bei, Tricks zu machen oder sogar Shows durchzuführen.
  4. Sie erkennen Menschen und Dinge, die sie mögen
    – Je mehr Zeit Sie mit einem Pferd verbringen, desto mehr erinnern sie sich an Sie. Sie können Ihr Aussehen und Ihren Geruch identifizieren. Einige Pferde handeln sogar schlau, bis sie dich kennenlernen. Ihre wahren Persönlichkeiten kommen zum Vorschein, wenn sie sich in Ihrer Nähe wohl fühlen. Sie haben auch ein gutes Gedächtnisgefühl, genau wie Elefanten. Pferde erinnern sich an ihre Lieblingsmenschen
  5. Pferde haben empfindliche Mägen
    – Sie müssen darauf achten, was Ihr treues Ross konsumiert. Pferde sind Pflanzenfresser und fressen daher nur Pflanzen und Gras. Wenn sie etwas essen, das sie nicht essen sollen, kann dies ihren Magen verärgern und gesundheitliche Probleme verursachen. Stellen Sie sicher, dass sie Zugang zu bestem Gras und Heu haben.
  6. Sie bevorzugen es, in Gruppen zu sein
    – Pferde sind von Natur aus soziale Wesen. In freier Wildbahn bevorzugen sie Herden, die von einem Hengst geführt werden. Domestizierte Pferde lieben es immer noch, mit anderen in Kontakt zu treten. Sie können Verbindungen zu anderen Pferden, Nutztieren und Menschen knüpfen.
  7. Es gibt eine soziale Hierarchie
    – Da Pferde es vorziehen, in Gruppen oder Herden zu sein, gibt es eine Struktur für diese Gruppe. In freier Wildbahn werden Herden vom Alpha geführt. Dies ist typischerweise der größte und stärkste Hengst. Der Rest der Hierarchie geht je nach Größe und Stärke weiter. Alle Pferde schützen die Stuten und die jungen Fohlen. Dieses Konzept kann auf den Menschen und seine Beziehung zu Pferden angewendet werden. Als Eigentümer ist es wichtig, Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Sie müssen klarstellen, dass Sie das Alpha sind.
  8. Pferde sind sportlich
    – Alle Pferde sind unglaublich stark und sportlich. Allerdings zeigen nicht alle von ihnen es. Es hängt von ihrer Persönlichkeit ab und wie sehr sie dir vertrauen. Sie können sehr schnell laufen und hart treten, als gäbe es kein Morgen. Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Pferd gut benimmt und regelmäßig trainiert. Es liegt in ihrer Natur, aktiv zu sein, also erlauben Sie ihnen, dies zu tun.
  9. Sie können erstaunlich gut Körpersprache lesen
    – Pferde sind unglaublich schlau. Sie können anhand ihrer Sinne erkennen, ob sie sicher oder in Gefahr sind. Sie können auch Ihre Stimmung lernen, sobald sie Sie sehen. In beängstigenden und gefährlichen Situationen müssen Sie ruhig bleiben. Ihre nervösen Nerven können Ihr Pferd beeinträchtigen. Sie werden entsprechend handeln, je nachdem, wie Sie reagieren.
  10. Sie sehen die Dinge anders
    – Wenn Sie genau hinschauen, sind die Augen eines Pferdes anders geformt. Ihre Augen sehen aus wie kleine Schlitze. Diese werden größer, wenn es dunkel wird und wenn sie Angst haben oder neugierig sind. Ein Pferd hat einen langen Hals, so dass es sich in jedem Winkel drehen kann. Sie können Dinge vor sich, an den Seiten und sogar hinter ihnen sehen. Ihre periphere Sicht ist außergewöhnlich. Wenn sie sich bedroht fühlen, können sie sofort weglaufen. 

Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten, können Sie dies untertun rundumspfersd@freenet.de. Sie können uns auch auf unserer Website unter https://rund-ums-pferd.net/ erreichen. Unser Hauptsitz befindet sich in Rosesanacker 1, 74722 Buchen. Wir freuen uns darauf, Sie bei all Ihren pferdebezogenen Bedürfnissen zu unterstützen! 

DIE DRESSUR – IHRE BEDEUTUNG HEUTE MAL ANDERS

Jetzt sind wir doch mal ehrlich. Wenn wir an die Dressurreiterei denken, an gut trainierte und gymnastizierte Pferde, an die Harmonie zwischen Pferd und Reiter, träumen wir da nicht von dem Tanz zweier Seelen, der Tanz der Seele des Menschen mit der Seele des Pferdes – schwebend über das mit Liebe zum Detail geschmückte Parkett?

In etwa so:

Wir wollten ehrlich bleiben. Das ist keine Dressur! Das ist missbräuchliches Reiten. Das ist unharmonisches Reiten. Hier wird mit physischer Gewalt am Pferd und Zwang geritten. Das einzige, was das hier nicht ist, ist Dressur.

WAS BEDEUTET DRESSUR ALLGEMEIN?

Das Wort Dressur (dresser) stammt ursprünglich aus dem Französischen und bedeutet abrichten, drillen, dressieren. Genauer gesagt: Abrichten von Tieren, besonders von Pferden und Hunden; das allmähliche Erlernen von Verhaltensweisen bei Tieren unter Anleitung eines Dresseurs (Trainers).

Dieses Bild hier sollte es ganz gut treffen:

Ist dieses Bild nicht wunderschön? Die Reiterin möchte uns damit sicherlich signalisieren, dass sie sich mit ihrem Pferd unendlich verbunden fühlt – fast wie mit ihrem Ehemann. Verheiratet, sich respektierend, in Harmonie ihres Weges tanzend den Lebensabschnitt genießend. Beeindruckend. Man kann es verstehen. Das Pferd muss nicht sehen, wohin es läuft, es reicht, wenn es der Dresseur kann.

WAS BEDEUTET DRESSUR IN BEZUG AUF DIE REITEREI?

Zitat :

„DRESSUR

DIE REIT-KÜNSTLER

Wenn Pferd und Reiter scheinbar zu einem Lebewesen verschmelzen und sich wie ein eingespieltes Tanzpaar im Gleichklang über das Viereck bewegen – dann ist das höchste Ziel des Dressurreitens erreicht: Reitsport wird zu Reitkunst. 

Ziel jeder reiterlichen Ausbildung ist die Harmonie von Reiter und Pferd. Dressurreiten ist mehr als das Absolvieren und Präsentieren von Lektionen und Figuren. Diese Übungen zielen darauf, das Pferd gymnastisch auszubilden und es zu erziehen. Mit Hilfe der Dressur erreicht der Reiter, dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert. Ein gut gerittenes Pferd ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Pferdesport. Dressurreiten erhöht zudem die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Im besten Sinne dient es der Gesunderhaltung des Pferdes, denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht.“

Achtung! Das ist der Seite der FN zu entnehmen. Und zwar hier: Dressur – die Reitkunst. Das sagt die FN dazu.

Wir wiederholen: … dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert.

Zügelhilfen in etwa wie dieses Bild hier zeigt:

Gehorsam wird dieses Pferd hier allemal sein. Es kaut auch zufrieden ab und bildet den gewünschten Schaum, sodass wir resultieren können, dass es fleißig mit den Bauchmuskeln arbeitet, gut über den Rücken geht und schlussendlich gut geritten und gymnastiziert wird.

Weiter wiederholen wir:

… denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht.

In etwa so:

Stumpfe und tote Augen sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass das Pferd sein Vertrauen und seine Beziehung zu seinem Reiter bzw. Menschen gekündigt hat. Wobei wir nicht vergessen dürfen, wie wichtig die Dressur für die Gesunderhaltung des Pferdes ist. Auch wenn die Augen sterben, die gymnastizierende Gesunderhaltung ist wichtiger.

Man könnte nun noch Tausende von derartigen Bildern ergänzen, aber eines ist klar: Gesunderhaltung, Gymnastizierung, Reitsport und vor allem die Reitkunst sollte sich mit keinem einzigen dieser gezeigten Bilder identifizieren können. Diese Bilder zeigen unglückliche, unter zugefügten Schmerzen und Zwang gerittene Pferde. Mit Sicherheit gibt es viele Momentaufnahmen. Aber sind wir wieder ehrlich zueinander: es gibt viel zu viele dieser Momentaufnahmen!

Wir müssen sensibel bleiben für das, was wir sehen (wollen). Es darf nicht romantisiert und zur Gewohnheit werden. Das Internet ist voll von Bildern und Videos, die angeblich der Dressur des Pferdes zugeordnet werden sollen.

Vieles davon ist weit entfernt von der Dressur im Sinne des Pferdes – sehr weit davon entfernt. Es ist richtig, die Dressur des Pferdes ist die Basis für jegliche reiterliche Nutzung. Die Dressur macht es möglich, dass das Pferd durch das Reiten keine gesundheitlichen Schäden davon trägt. Aber es gibt nicht nur die körperliche Gewalt am Pferd. Es gibt auch die Psychische. Und die Ungeduld des Menschen ist der erste Schritt dahin.

DIE ROLLKUR BEGANN MIT ANKY VAN GRUNSVEN

Viele nehmen an, dass die missbräuchliche Trainingsmethode am Lebewesen Pferd durch Rollkur / Hyperflexion mit Anky van Grunsven und ihrem Trainer sowie Ehemann Sjef Janssen begann.

Ganz so ist es aber nicht.

Vor Anky und Sjef gab es noch Isabell und Nicole.

Bereits 1995 in Aachen nutzten sowohl Isabell Werth als auch Nicole Uphoff die Hyperflexion, um ihre Pferde gefügig zu machen. Beider Trainer zum damaligen Zeitpunkt war Uwe Schulten-Baumer.  Schulten-Baumer wird im Zusammenhang mit der Ausbildung Rembrandts teilweise als Erfinder der Rollkur genannt.

Nun, selbst wenn Anky und Sjef die Erfinder der Rollkur-Trainingsmethode sind, so waren es doch Isabell Werth und Nicole Uphoff, die diese umstrittene Trainingsmethode der Welt vorstellten.

In der Tat, wenn man sich älteres Bildmaterial von Anky van Grunsven anschaut und zwar aus der Zeit, als das Anwenden der Rollkur bei Zuschauern erstmals eine schockierende Erregung auslöste, dann sieht ihre Trainingsmethode (Hyperflexion) der von Isabell Werth gezeigten aus dem Jahre 1995 in Aachen auf ihrem Gigolo sehr ähnlich.

Dennoch war es 1995 nicht das erste Mal, dass man die Anwendung von Rollkur / Hyperflexion gesehen hat, es ist lediglich das erste bzw. älteste Video, auf welches man öffentlich Zugriff hat.

Gehen wir nochmal 5 Jahre weiter zurück:

Dressur-Richterin und Trainerin Anne Gribbons sagt, dass sie die Technik (Rollkur) zum ersten Mal bei den Weltreiterspielen 1990 in Stockholm gesehen hat. „Es wurde von Nicole Uphoff bei ihrem Pferd Rembrandt im Warm-Up eingesetzt“, sagt Anne, die in Spitzenpositionen in den USA und im Ausland amtierte und antrat.

NICOLE UPHOFF UND DIE ROLLKUR

Nicole Uphoff hat sich zwar aus dem Sport zurückgezogen, doch Isabell Werth setzt diese hässliche Trainingsmethode fort.

Ein jedes Mal, wenn Isabell Werths Erfolge angepriesen und hochgelobt werden, sollte man sich die ein oder anderen Fakten nochmals zu Gemüte führen.

ISABELL WERTHS DOPING-SKANDALE

Isabell Werth wurde bereits mehrfach erwischt, sich nicht an die Doping-Regeln gehalten zu haben.

Im Jahr 2009 wurde Isabell Werths Pferd Whisper positiv auf ein Medikament getestet, das zur Behandlung von Shivering-Syndromen, einer Substanz, die verboten ist, verwendet wurde. Werth behauptete, dass Shivering absolut keinen Einfluss auf die Fähigkeit von Whisper hat, sich mit seinesgleich vermögenden Pferden zu messen. Aber man sollte dringend daran zweifeln, wenn man die Symptome von Shivering betrachtet:

  • Muskelzittern der Hinterhand, der Hinterbeine und des Schweifes
  • ein spastischer Gang, wenn das Pferd rückwertsgerichtet wird
  • Schwierigkeiten, auf 3 Beinen zu stehen
  • Muskelzucken
  • Museklathrophie
  • Kraftverlust
  • Gesichtszucken
  • Unruhezustand
  • etc.

Gesetz des Falles, Whisper leidet unter dem Shivering-Syndrom – sollte dieses Pferd sich tatsächlich dann mit anderen Pferden auf einem derart anspruchsvollen Niveau messen müssen? Moralisch gesehen, wissen wir die Antwort nur zu gut. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie per Klick auf diesen Link: Isabell Werth bedauert zutiefst, gedopt zu haben.

Natürlich war 2009 auch das Jahr, in dem das Deutsche Reiterteam wegen weit verbreiteter Dopingprobleme aufgelöst wurde.

2013 wurde Isabell Werth nach einer weiteren Doping-Relevanz mit ihrem Pferd El Santo suspendiert. Diesmal beschuldigte sie El Santos Stallnachbarn. Da scheint etwas faul zu sein. Wenn man denn weiß, dass die Substanz für den Wettbewerb illegal ist, warum sollten Sie Ihren Stall so sorglos managen, dass eine solche leichte Kreuzkontamination möglich ist? War das wirklich ein Zufall?

Man kann durchaus in Erwägungen ziehen, dass, wenn man in ethnisch und moralisch in der Lage ist, das Lebewesen Pferd durch Missbrauch und Gewalteinwirkung – nichts anderes ist Rollkur oder auch Hyperflexion genannt, zur Hochleistung zu zwingen, ist die Bereitschaft, gegen Doping-Regeln zu verstoßen, um sich den Sieg und Erfolg zu sichern, nicht von der Hand zu weisen.

Wenn Sie bereit sind, Rollkur zu verwenden, um um jeden Preis zu gewinnen, warum nicht auch Ihre Pferde dopen und hoffen, damit durchzukommen?

Schlussendlich ist es egal, wer den Rollkur-Missbrauch gestartet hat. Es stellt sich lediglich die Frage, wie beenden wir es endgültig. Und nein! Auch 10 Minuten sollten nicht erlaubt sein.

Wie sagte Philippe Karl so treffend:

“Es ist ja auch nicht erst nach 10 Minuten strafbar, wenn eine Frau vergewaltigt wird!”

Es reicht nicht, der FN oder FEI den Rücken zu kehren. Aber man kann diesen gequälten Pferden eine Stimme geben. Ein jeder kann es.

AUFSTELLUNG FÜR PFERDE – WAS IST DAS GENAU? EIN INTERVIEW MIT ANGELIKA HUTMACHER

Ich hatte die Möglichkeit, mit Angelika Hutmacher (50), Therapeutin für Pferd und Mensch, über ihren Beruf und damit verbundene Berufung, zu sprechen.

Ich kenne Angelika schon seit einiger Zeit und kann über sie persönlich sagen, dass es sich um eine angenehme, behutsame und ausgeglichene Persönlichkeit handelt. Angelika ist für mich ein Mensch, dem ich all meine Sorgen und all meine Probleme anvertrauen würde – seien es Probleme, die mich selbst, aber auch Probleme, die mein Pferd betreffen.

Für mich hat Angelika die Fähigkeit, Menschen aufzufangen, Menschen durch schwierige Lebensphasen zu begleiten, Trost und Halt zu spenden, Wege aufzuweisen und zuzuhören und dabei genau hinzuhören. Ihre feine Art, ihr sensibles Vorgehen, die Achtung, die sie wie selbstverständlich mitbringt, öffnen ihr auch die Wege, mit Pferden zu kommunizieren, zu arbeiten und sich zu verständigen, die für den ein oder anderen im ersten Moment nicht nachvollziehbar zu sein scheint.

Ich interessiere mich für Psychologie und deren Therapiemöglichkeiten, seit ich denken kann – Teile dieser Arbeit auf die Arbeit mit Pferden zu übertragen, das war für mich allerdings neu und war Anlass genug, mit Angelika genau über dieses Thema zu sprechen.

DAS INTERVIEW

Liebe Angelika, wir kennen uns nun seit einiger Zeit und nun fasse ich den Mut und stelle Dir Fragen zu Deiner Arbeit – vor allem zu Deiner psychologischen Arbeit mit Pferden, die als Ziel hat, Probleme zwischen Pferd und Mensch zu erklären und dadurch zu lösen. Bevor wir dies erkunden, finde ich es wichtig, ein wenig mehr über Dich zu erfahren.

Wie bist Du aufgewachsen, Angelika. Was in Deiner Kindheit hat Dich geprägt?

Angelika Hutmacher: „Hallo Alexandra, aufgewachsen bin ich in einem sehr beschaulichen Dorf in der Nähe von Baden-Baden. Weltoffen und durch die Rennbahn waren Pferde immer ein großes Thema. Selbst in unserem kleinen Dorf gab es einen großen Pferdestall mit 50 Pferden, unsere Nachbarn hatten neben Ziegen und Hühner auch Pferde und meine Großmutter verreiste regelmäßig mit mir in den Ferien auf einen Bauernhof in Hessen, wo auch neben der Rinderzucht viele Ponys und weitere Kleintiere lebten. Wie Du siehst, habe ich seit Kindheit an schon immer Kontakt zu Pferden. Ich selbst empfinde meine Kindheit als eingebettet in ein relativ friedliches Familienleben mit Tieren.“

Welche negativen Erlebnisse, liebe Angelika, waren jene, die sowohl Dich als Person als auch Deinen Lebensweg nachhaltig geprägt haben?

Angelika Hutmacher: „Schwere Einschnitte waren die Pflege und der Tod meiner Oma, als ich 14 Jahre alt war, der Wegzug in ein anderes Dorf, als ich 16 Jahre alt war und dann die Krebserkrankung. Dies hat sicher viel weiteres geprägt.“

Seit wann hast Du mit Pferden zu tun und besitzt Du selber eigene Pferde?

Das Leben auf dem Dorf ermöglichte mir, mit 5 Jahren mit dem Voltigieren zu beginnen und hatte dann mein erstes Pflegepferd. Ab meinem 12. Lebensjahr hatte ich kontinuierlich mit Pferden zu tun, bis ich 24 Jahre alt war. Durch meine schwierige erste Ehe, den damaligen Job und meine eigene Krebserkrankung mit 28 Jahren machte ich dann eine Pferdepause. Sobald mein Überleben gesichert war, kaufte ich mir mein erstes eigenes Pferd. Damals war ich 30 Jahre alt und ich fand meinen Seelengefährten Ramiro, ein PRE. Ramiro begleitete mich von meiner ausklingenden Krankheit durch viele Entwicklungsschritte. Aufgrund seiner körperlichen Probleme musste und konnte ich sehr viel auch mit der Aufstellungsarbeit in Heilschritten erleben. Leider verstarb mein Ramiro vor 2 Jahren an einer Kolik.

Bald gesellte sich zu meinem ersten Pferd ein zweites. Als ich dann meinen jetzigen 2. Mann mit eigenem Hof kennenlernte, ging es schwups auf 5 Pferde. Zwei Rentner aus schlechter Haltung habe ich übernommen, welche ich nach einigen Jahren habe einschläfern lassen müssen. Nun habe ich seit 3 Jahren 3 Pferde.

Das ist der Spanier Wallach Devendo, den ich vom Schlachter als Beistellpferd gekauft habe. Er kam aus derart schlechten Verhältnissen, die man sich nicht vorstellen kann und die man keiner Pferdeseele wünscht. So weit es ging, habe ich ihn wieder aufgepäppelt, er ist aber immer wieder schwer erkrankt. Ich bin mir sicher, ohne Homöopathie und meine Aufstellungsarbeit wäre er wohl heute nicht mehr am Leben. 9 Jahre ist er jetzt bei mir und manch wunderbaren Ausritt habe ich mit ihm erlebt.

Meinen Warmblut Wallach Calypso, ein Rappschecke, den habe ich als Wunschpferd für meine Tochter gekauft. Er ist jetzt seit 2 Jahren bei mir. Er steckt mitten in der Pubertät, ist oft frech und braucht viel Liebe und Beständigkeit, um sich einzulassen.

Und dann ist da noch mein Westfalen-Hengst Florian, den ich an seinem 3. Lebenstag gekauft habe und der bei mir aufgewachsen ist. Mittlerweile genieße ich mit ihm die akademische Ausbildung bei Marius Schneider. Florian ist und bleibt mein Traumpferd.

Wie bist Du zu Deiner Arbeit „Aufstellung für Pferde“ gekommen?

Aufstellungsarbeit war schon von Anfang meiner Naturheilpraxis vor 22 Jahren ein wichtiges Standbein. Für mich selbst war es ein wichtiger Heilschritt aus meiner Krebserkrankung. In meine Praxis kam die erste Aufstellung für Pferde eigentlich als Trauerablöseprozess. Eine junge Frau sollte ihr Pferd einschläfern lassen, weil es sehr schwer an Sommerekzem erkrankt war. Durch die Familienaufstellung mit ihr, gesundete ihr Pferd wider Erwarten in wenigen Wochen. Dadurch war mein Forscherinstinkt erwacht. In den nächsten Jahren ergaben sich viele Aufstellungen für alle möglichen Tiere. Besonders in dem Stall, in dem ich mit meinem ersten Pferd war, konnte ich über Jahre für viele Kurs- und Berittpferde aufstellen. Dadurch strukturierte sich meine Arbeit. Ich baute dies als zweites Praxisthema in meinem Leben auf, gab viele Kurse und Vorträge in diesem Bereich, bis der erste Film über meine Arbeit gedreht wurde und sich daraus mein Buch im Cadmos Verlag ergab: Ich will Dich verstehen – Familienaufstellung für Pferde.

Wie würdest Du in 2 – 3 Sätzen Deine Arbeit erklären?

Die Probleme der Pferde sind:

  • sie haben zuchtbedingt Schwierigkeiten, genetische Schwächen der Elterntiere
  • sie bringen Probleme und Traumatisierungen mit aus ihrer Geschichte, wie zum Beispiel Stress beim Ablösen ihrer Mutterstute, Kastrationsschwierigkeiten, Herdenprobleme und oder Futterprobleme als Jungpferd etc.
  • sie sind mit den Konflikten der Züchter, Vorbesitzer oder dem jetzigen Besitzer in mentaler Belastung

Wenn man versteht, wo das Problem liegt, kann man sinnvoll handeln. Durch die Aufstellungen kann dies sichtbar gemacht werden bzw. können Lösungsschritte gelebt werden. Meist helfen erst dann die medizinischen oder naturheilkundlichen Therapien überhaupt oder um so besser. Andere Maßnahmen, Stallwechsel, passendes Herdenmanagement, korrigierendes Training können dann gezielt umgesetzt werden.

Bist Du der Meinung, dass die Arbeit „Aufstellung für Pferde“ mindestens genau so gut für den entsprechenden Besitzer des Pferdes ist?

Das kommt darauf an. Es gibt schon des öfteren Schnittmengen mit dem Besitzer. Wenn Pferde viel Gewalt in der Vorgeschichte erlebt haben, kommen diese Tiere häufig auch zu Besitzern, die (manchmal auch unbewusst) viel Verständnis haben, weil sie ebenso in der Kindheit Gewalt erlebt haben. Dann macht Heilen die Aufstellung oft beide Parteien.

Bringt ein Pferd ein schweres Schicksal mit, dann braucht der Besitzer nicht unbedingt eine Aufstellung. Das ergibt sich dann meist mit der Realität der Geschichte.

Geht es dem Pferd nach der Aufsetllung deutlich besser, kommen aber die Besitzer meist auf Ideen, was sie mit einer Aufstellung auch in ihrem System lösen könnten. Dies kann von Beziehungswünschen über Kinderwünsche bis Coaching zu Berufungsideen sein.

Welche Kundengruppe spricht Deine Arbeit an? Hast Du es ausschließlich mit Problempferden zu tun?

Ja, ich habe es immer mit Problempferden zu tun. Meist sind es wirklich Pferde mit sehr großen seelischen oder körperlichen Schmerzen. Häufig bin ich die Endstation, wenn bereits alles probiert wurde. Dann suchen Menschen im Internet nach weiteren Lösungen und kommen zu mir. Durch den steigenden Bekanntheitsgrad, vor allem durch mein Buch, wird es etwas leichter. Jetzt gibt es auch mal Pferde, die „normaler“ krank sind.

Was war Dein größter Erfolg und gab es auch mal Fälle, bei denen die Arbeit keinen zufriedenstellenden Erfolg brachte?

Ich habe immer sehr viel schwierige Fälle. Immer gibt es für Mensch und Pferd eine tiefgreifende Veränderung. Ich glaube, durch meine umfangreiche Internetseite und mein hohes Gratisangebot kommen wirklich nur Menschen zu mir, die mit der Methode und meiner Idee etwas anfangen können. Daher hatte ich seit Jahren keine unzufriedenen Menschen mehr.

Zeigen sich Deine (Neu-)Kunden oft skeptisch, während die betroffenen Pferde eher neugierig und kooperativ darauf reagieren?

Nein. Die Hemmschwelle, sich mir und der Aufstellungsarbeit generell zu öffnen ist so hoch, dass die Menschen, die zu mir kommen, einfach nur unglaublich toll sind. Sie sind sehr offen, sehr herzlich, sehr interessiert und sehr dankbar. Dadurch liebe ich Aufstellungen für Pferde ganz besonders. Mit den Pferden an sich habe ich weniger zu tun, sehr häufig stelle ich für den Besitzer die Aufstellung am Telefon oder per Skype auf.

Nenne uns Stichworte, bei denen es Sinn macht, mit Dir in Kontakt zu treten und um Deine Dienstleistung zu bitten.

  • Sorgen für und um Dein Pferd
  • Ungeklärte Probleme seelischer und körperlicher Art
  • wenn niemand mehr eine Idee hat
  • wenn Mensch gerne wissen möchte, was das Pferd fühlt und braucht

Dann ist die Austellungsarbeit eine tolle Sache, sich in sein Pferd und dessen Probleme einfühlen zu können. Die Methode bietet aber auch im Alltag, viele Möglichkeiten auszuprobieren, was für das Individuum Pferd passt und gut ist. All dies erkläre ich in meinem Buch umfassend.

Liebe Angelika, ich möchte Dir von Herzen für dieses nette und informative Interview danken und auch auf diesem Wege sagen, und das nicht nur als Mensch, sondern auch als Pferdebesitzer, dass ich glücklich bin, Dich in meinem Freundeskreis zu haben. Auch ich möchte ich Dir danken, dass Du tiefen Einblick in Dein Leben und in Deine Person gegeben hast. Es war wunderbar, näheren Einblick in Deine Arbeit zu erhalten. Sobald ich das Gefühl habe, Deine Hilfe zu benötigen oder vor allem, dass mein Pferd Deine Hilfe benötigt, werde ich mich an Dich wenden.

INTERVIEW ENDE

Hilfe – ich habe Angst vor meinem Pferd!

Der Ein oder Andere kennt vielleicht bereits das Gefühl. Gestern war die Welt noch in Ordnung und heute ist alles anders, denn es ist passiert. Ein Unbehagen in uns macht sich breit. Dabei waren wir uns doch so sicher im Umgang mit unserem Pferd und haben sogar anderen Tipps gegeben.

Manchmal reicht eine Sekunde, um die Beziehung zwischen Pferd und Mensch zu verändern. Und manchmal reicht diese eine Sekunde aus, um die Beziehung zu unserem Pferd leider auch ins Negative zu beeinflussen.

Erlebnisse wie Stürze, getreten oder gebissen werden oder vielleicht sogar vom eigenen Pferd umgerannt zu werden, können unser Empfinden an der Seite oder im Sattel unseres geliebten Vierbeiners von jetzt auf nachher verändern.

Manche möchten nicht über ihr Erlebtes sprechen, weil sie sich schämen, weil es sich anfühlt, als habe man einen Fehler gemacht. Andere werden wütend – wütend auf sich selbst oder wütend auf ihr Pferd.

Nun – wo lag der Fehler? Früher oder später wird man sich mit der Frage konfrontieren müssen, weil es hilft, zu verarbeiten, weil es hilft, zu verstehen und weil es vielleicht hilft, dass sich das Erlebte nicht wiederholt. Wir haben die Möglichkeit, das Geschehene zu analysieren, das Pferd jedenfalls wird es nicht tun. Aber das Pferd wird auf unser Unwohlsein an seiner Seite reagieren.

Pferde können unsere Angst riechen, sie können jede minimale veränderte Körperhaltung erfassen und – sie reagieren darauf. Die Quintessenz wird sein, dass sich die negativen Gefühle hochschaukeln und der Mensch dazu neigt, diese Situationen zu vermeiden. Er ist froh, wenn er das Pferd wieder „parken“ kann und sich distanzieren kann. Nicht selten versucht der Mensch, sein Empfinden zu überspielen. Die Stallkollegen sollen das Unwohlsein an der Seite des Pferdes nicht mitbekommen.

Wer hat denn schon Angst vor seinem Pferd? Wie peinlich ist das denn? Haben wir nicht letzte Woche noch große Sprüche geklopft, wie man das eine respektlose Pferd von XY besser erziehen sollte? Tja – unsere Angst interessiert es nicht, was letzte Woche war.

Was für Ansätze gibt es, um diese Angst zu verarbeiten und um die gute Beziehung zu unserem geliebten Vierbeiner wiederherzustellen?

Ich persönlich halte es für wichtig, über das Passierte zu sprechen. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen. Es gibt kaum jemanden in seiner Laufbahn mit Pferd, der nicht schon mal dieses Gefühl erlebt hat und durchleben musste. 99,9% davon haben die Angst überwunden.

Wir müssen uns bewusst sein, dass es sich dabei um einen Prozess handelt. Unsere Psyche braucht Zeit und auch die Aufmerksamkeit, unangenehmes zu verarbeiten. Solange die Verarbeitung nicht im Gange ist, wird die Psyche immer Alarm schlagen, wenn man sie mit der Ursache konfrontiert. Bis das Erlebte nicht verarbeitet ist, ist für die Psyche das Pferd die Ursache der Angst, die sie plagt. Unser Kopf weiß es besser, aber der Verstand dominiert in dieser Phase nicht. Das ist unser Urinstinkt und hat uns über Millionen von Jahren unser Überleben gesichert – so wie der Fluchtinstinkt das Überleben der Pferde über noch längere Zeit gesichert hat.

Und deshalb ist es so wichtig, sich zu öffnen und darüber zu sprechen. Man wird erstaunt sein, auf wie viel Verständnis man stoßen wird. Wie einem mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird. Auch sollte man dafür sorgen, dass man sich seinem Pferd gegenüber wieder öffnet. Es braucht jetzt viele positive Erlebnisse mit dem Pferd und in einem kann man sich sicher sein – das Pferd will die Harmonie mit dem Menschen.

Wenn die Beziehung mit dem Pferd völlig gestört ist und wir nicht mehr von Unwohlsein oder Ansätzen von Angst sprechen sondern Panik existiert, ist es selbstverständlich ratsam, einen Profi um Hilfe zu bitten, der wirklich im richtigen Moment reagiert und sehr schnell eingreift, um das Gefühl der Sicherheit für Mensch und Pferd wiederherzustellen.

Abschließen möchte ich den Artikel mit einem Beispiel – ein Beispiel, das etwas aufzeigt, das ich selbst erlebt habe:

Ich habe wirklich schon sehr viele Erlebnisse mit Pferden hinter mir: positive wie auch negative Erlebnisse. Aber ein besonderes Erlebnis brachte auch in mir die Angst beziehungsweise das Unwohlsein hervor.

Ich hatte meine Stute gerade mal zwei Wochen und stellte sie meinem Tierarzt vor. So standen wir draußen, unterhielten uns, während ich meine Stute am Halfter und Strick hielt. Sie war sehr nervös und tänzelte herum – ich schenkte ihrem Gehabe in dem Moment keine Aufmerksamkeit und eine Sekunde später gab sie Vollgas und rannte über mich drüber. Der Tierarzt durfte dann erst mal mich verarzten. Ich erinnere mich nur noch, wie die warme Brust meiner Stute gegen meinen Kopf geknallt ist, danach war ich weg; der Aufprall hatte mein Bewusstsein für ein paar Sekunden ins Nirwana geschickt. Dennoch hatte ich sehr viel Glück, außer ein paar Schürfwunden ist nichts weiter passiert. Aber die nächsten 4 Wochen hatte ich dieses Unwohlsein beim Führen meines Pferdes – und zu dieser Zeit musste ich meine Stute 2 mal täglich anfänglich 10 Minuten und mit der Zeit steigernd im Schritt führen.

Mein Tierarzt sagte: Bindung aufbauen! Viel putzen sollte ich sie, das würde die Bindung fördern. Hat es auch.

Aufgrund meines Erlebnisses kenne ich dieses Gefühl nur zu gut. Was mich erstaunt, ist, dass ich aus Sicht meines Verstandes schon deutlich “schlimmere” Erlebnisse mit Pferden hatte. Als ich noch jung war, ritt ich aus. Das Pferd stieg und buckelte, bis ich mit hohem Bogen flog und während ich flog, schlug das Pferd noch nach mir aus und traf mich am Kopf. So, wie ich es gelernt habe, setzte ich mich sofort wieder auf das Pferd und band mein Halstuch um den Kopf, damit mir das Blut nicht nonstop in die Augen floss. Ich ritt in aller Ruhe nach Hause, um dann ins Krankenhaus zu gehen, wo mir die Haare an der Trittstelle am Kopf abrasiert wurden, da ich genäht werden musste. Mein Verstand sagt mir, dass dieses Erlebnis deutlich schlimmer war, aber Angst, wieder in den Sattel zu steigen, hatte ich aufgrund dessen nie. Vielleicht lag es daran, dass ich damals deutlich jünger war und meine Psyche dies unter der Kategorie “Erfahrung” ablegte

Totgesagte leben länger! – Das Schicksal des Lion Heart

Heute möchte ich von einem Pferd erzählen, das (bislang) noch keinen nationalen oder internationalen Ruhm durch sportliche Leistungen erlangt hat.

Aber als ich die Geschichte von Lion Heart, einem Oldenburger Wallach, hörte, war ich zutiefst gerührt, zutiefst bewegt. Ich musste für einen langen Moment inne halten und das Schicksal dieses Pferdes, das gleichzeitig zu einem schweren Schicksal seiner Besitzer Michaela und Michael wurde, auf mich wirken lassen – denn es ist ein Schicksal, das einen jeden Pferdebesitzer und Pferdeliebhaber an seine Grenzen bringt, in die Knie zwingt und es ist ein Schicksal, das im Grunde genommen ein Todesurteil für ein Pferd bedeutet.


Lion Heart erblickte am 05.06.2009 das Licht der Welt. Er war ein zuckersüßes und freundliches Hengstfohlen, doppelveranlagt, gesegnet mit einer guten Portion Lebensfreude – und, was in diesem Moment seinem Züchter Anton Burentje vielleicht noch gar nicht so bewusst war, mit einer ordentlichen Portion Lebenswillen, wie sich in Lion Hearts späteren Lebensverlauf noch erweisen sollte. Auch der Name Lion Heart, dem ihm sein Züchter gab, hätte nicht treffender sein können, denn Lion Heart würde wie ein Löwenherz um sein Leben und seine Gesundheit kämpfen.

Lion Heart wuchs, wie die meisten seiner Artgenossen, artgerecht in einer Fohlenherde auf und 2013 kaufte Michaela ihren von da an treuen Weg-Begleiter, der ihr, ihrem Mann Michael und ihrem Sohn Vincent viel Freude bereiten sollte. Bereits 4-jährig zeigte sich Lion Heart, der nachfolgend in der Erzählung Lio genannt wird, so, wie ihn auch seine Besitzerin liebevoll nennt, als ein sehr gutmütiges, ausgeglichenes Pferd. Er ist einer dieser Pferde, die ausschließlich durch ihr Wesen und ihre Anwesenheit die Herzen der Menschen erobert. Und so wurde Lio in sein neues zu Hause gebracht.

Sanfter Riese möchte ich ihn nennen, denn bereits 4-jährig, als Michael und Michaela ihn kauften, hatte er einen Stockmaß von 1,74 m.

Lios Schicksal ließ nicht lange auf sich warten. 4 Wochen später, nachdem er in sein neues zu Hause eingezogen war, ereilte Michaela ein Anruf aus dem Stall. Aufgelöst berichtete die Angestellte des Stallbetriebes ihr, dass Lio sehr schlecht ginge, er deutlich lahmte und sie möge doch umgehend ihren Tierarzt konsultieren. Selbstverständlich ließ Michaela alles stehen und liegen und eilte zu ihrem Pferd. Lio wurden umgehend Schmerzmittel und Boxenruhe verordnet und sollte sich keine Besserung innerhalb der nächsten 3 Tage einstellen, müssten weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Und so kam es auch. Lio lahmte nach wie vor deutlich und die Diagnose, die daraufhin folgte, war mehr als erschütternd.

Michaela wurde in das Büro des Tierarztes gerufen, mit der Bitte, sich vor Bekanntgabe der Diagnose zu setzen. Ich brauche nicht beschreiben, welche Angst einem in diesem Moment Heim sucht, wie sehr man in diesem Moment ein unangenehmes Drücken in der Bauchgegend fühlt. Michaelas schrecklichen Gefühle bestätigten sich durch harte Fakten.

Die Röntgenbilder zeigten einen Bruch des Ellenbogens des linken Vorderbeines mit einer Schädigung der Gelenkskapsel. Um diese Diagnose mit anderen Worten wiederzugeben: eine konservative Behandlung mit ewig langer, absoluter Boxenruhe würde eine starke, schmerzhafte Arthrose nach sich ziehen – keine wirkliche Option für ein 4-jähriges Pferd. Der Versuch einer Operation eines Bruches bei einem Pferd birgt enorme Risiken mit einer nicht allzu mutbringenden Erfolgsquote, geschweige denn mit einer Garantie der vollständigen Genesung. Eine Euthanasie im Sinne einer Erlösung dieses Pferdes wäre nach dieser Diagnose berechtigt gewesen. Der Tierarzt übergab Lios Besitzern nichtsdestotrotz eine Überweisung in die Klinik Telgte, für den Fall, sie würden sich gegen eine Einschläferung entscheiden – aber entscheiden müssten sie sich sehr schnell, für welchen Weg auch immer.

Am gleichen Abend saßen Michaela und ihr Mann beisammen, tränenüberströmt, hilflos und überfordert. Was ist jetzt richtig? Was ist jetzt vor allem richtig für das Pferd? Sollen wir ihn erlösen? Sollen wir es wagen und ihn operieren lassen, ihm Dinge durch die Operation zumuten, die einem Fluchttier unverständlich sind?

Es war aber Lio, der letztendlich zu der Entscheidung beitrug. Am nächsten Tag, als Michaela in den Stall zu Lio fuhr, da stand er, wach, aufmerksam mit leuchtenden Augen und er schaute sie an, nahm freudig sein Halfter in sein Maul und erwartete den gewohnten Ablauf. Ab diesem Moment gab es keinen Grund mehr zu überlegen, was nun richtig und was nun falsch sei. Lio hatte alle Chancen der Welt verdient. Und diesmal weinte Michaela nicht mehr aus Verzweiflung, sondern aus Erleichterung, die sich in ihr breit machte. Am gleichen Tag noch telefonierte sie mit diversen Kliniken, es war für sie unglaublich wichtig, dass auch die Professoren, Ärzte und das Pflegepersonal der ausgewählten Klinik ihr und ihrem Mann menschlich zusagten, denn sie konnte nur ahnen, welch ein harter Weg auf sie und Lio zukommen würde. Ihr Gefühl sagte ihr bei dem Kontakt mit Professor K. der Klinik Kaufungen, dass Lio und sie genau bei ihm in den richtigen Händen waren.

Was Michaela und Michael in diesem Moment aber noch nicht wussten, war, dass es noch schlimmer kommen sollte.

Lio wurde in Kaufungen erneut untersucht. Neben dem Bruch des Ellenbogens und der Beschädigung der Gelenkskapsel lag noch ein Knochenriss des linken Oberarmes vor und der Fesselträger war, man kann es nicht anders nennen, zerfetzt – aber das hielt Professor K. nicht ab, Lio dennoch zu operieren. Sehr wichtig vor allem war, Lio nach dem Aufwachen aus der Narkose so schnell und so stabil wie möglich auf die Beine zu bringen, denn es war unumgänglich, den Ellenbogenbruch durch eine Platte zu stabilisieren, um eine ordentliche Heilung des Knochens zu gewährleisten. Würde Lio ungeschickt aufstehen, könnte die Platte reißen und eine Rettung wäre für Lio nicht mehr möglich.

Lio überstand die OP und stand ohne weitere Komplikationen nach dem Erwachen aus der Narkose auf. Daraufhin musste er 2,5 Monate an einer Aufhängung in einer Box verbringen, damit die Brüche ohne zu starke Belastung ausheilen konnten. Nach diesen 2,5 Monaten verbrachte Lio die nächsten 3 Monate zu Hause, der Fesselträgerschaden musste erst auskuriert werden, bevor Lio dann für wiederum weitere 3 Monate in einem Trainingsstall seine Rehabilitation antrat, in der unter anderem der schonende Muskelaufbau vorgenommen wurde.

Aber wie das Schicksal es wollte, wuchs Lio zu dieser Zeit, was zur Folge hatte, dass die einoperierte Platte sich stellenweise löste und Lio musste sich aufgrund dessen einer zweiten, nicht unerheblichen Operation unterziehen – wieder ein Bangen, wieder ein Hoffen, vor allem, dass der Wachstumsschub, der das Lösen der Schrauben bewirkte, den Knochen nicht in Mitleidenschaft gezogen hat. Während dieser zweiten Operation wurde die Platte entfernt, die Schrauben richteten keinen Schaden an – im Gegenteil: der Knochenbruch sowie die Fissur waren vollständig verheilt.

Lio verlor an keinem Tag in der Zeit nach seinem Unfall seinen Überlebenswillen. Er kooperierte mit allen Menschen, vor allem mit seiner kleinen Familie Michael, Michaela und Vincent, die sich in dieser Zeit um ihn kümmerten, mit ihm fieberten, für ihn hofften. Mehr noch: er eroberte im Sturm jedes Herz, das in seiner Nähe war. Keinen dieser Menschen, die ihn auf diesem Weg begleiteten, enttäuschte er. Im Gegenteil: er ermunterte sie, brachte sie zum Lachen, spielte und blieb in jeder Sekunde, was er schon immer war – ein lebensfrohes, freundliches Pferd, das lange noch nicht bereit war, auf die immergrünen Weiden zu gehen.

Lio wurde sanft wieder aufgebaut.

Lio wird keine Einschränkungen aufgrund dieses schrecklichen Unfalls, dessen Vorgang nicht bekannt ist, und der darauf folgenden Operationen haben.

Lio ist heute in der Dressur und im Springen auf einem soliden E-Niveau. Er wird nach wie vor von einer Chiropraktikerin regelmäßig behandelt und kontrolliert.

Verantwortungsbewusst und pflichterfüllt, wie Michaelas Familie ist, hatten sie eine OP-Versicherung für ihr Pferd. Dennoch sind Summen auf sie zugekommen, die ich in Zahlen nicht ausdrücken möchte, sagen möchte ich aber, dass Lion Heart aufgrund seines Wesens bereits vor dem Unfall unbezahlbar war. Er war in kürzester Zeit zu einem Freund geworden. Auch möchte ich nicht verschweigen, dass Michaela destruktiver Kritik ausgesetzt war, in einer Zeit, in der sie alleine durch dieses Schicksal, welches ihrem Pferd widerfahren ist, bereits in sich verunsichert und überfordert war und es nur 3 Dinge gab, die ihr den Weg wiesen: ihre Familie, ihr Pferd, ihr Herz.

Lios Besitzer haben mich sehr beeindruckt, weil sie diesen Weg auf sich genommen haben, weil sie ihrem Pferd ein zweites Leben ermöglicht haben, weil sie Kämpfe mit Herz und Verstand ausgestanden haben und weil sie sich von der Aussichtslosigkeit und deren Äußerung so mancher Stallkollegen und weiteren Personen nicht haben beirren lassen. Sie haben gezeigt und vorgelebt, dass es lohnt, zu kämpfen, zu wagen und zu hoffen, denn ihrem Pferd stehen nun alle Wege wieder offen.

Lio ist und bleibt für mich ein ganz besonderes Pferd. Ich werde seinen Weg weiter verfolgen. Er hat mich nicht durch sportliche Leistung bewegt, er hat mich zutiefst berührt, weil ihm widerfahren ist, was ihm widerfahren ist, weil er überstanden hat, was für ein Pferd nicht selbstverständlich ist, weil er keine Sekunde aufgegeben hat und auch in den schlimmsten Zuständen seinen Menschen gefallen wollte und ihnen immer ein Lächeln schenkte.

Auch möchte ich an dieser Stelle der Klinik Kaufungen meine Achtung aussprechen für dieses Wunder, das sie alle miteinander und gemeinsam vollbrachten – die reine, sehr komplizierte Operation mit einer unglaublichen Leistung sowie einer Folgetherapie, die Lion Heart eine Chance gab, die er, wie wir heute wissen, voll und ganz genutzt hat, wie es Löwenherzen eben tun, und letztendlich auch dafür, dass sie sich mit Lion Heart tagein und tagaus intensiv beschäftigt haben, und ihn auf diese Weise aufmunterten, weiter zu machen und sich nicht aufzugeben, vor allem zu den Zeiten, wenn Michael, Vincent und Michaela nicht bei ihrem Pferd sein konnten.

“Schaut her, Ihr, die Ihr mich totgesagt habt. Ich lebe und bin gesund.”

Wer Lios weiteren Weg mit verfolgen möchte, Lio hat eine eigene Seite:

Lion Heart – der sanfte Kämpfer

Auf dieser Seite berichtet Michaela vom weiteren Verlauf und vielen Erlebnissen mit Lio.

Und wer weitere Informationen zu dem Verlauf der Operationen, der Genesung, der Rehabilitation und allem, was damit zusammenhängt, hat, dem kann ich gerne einen Kontakt zu Michaela herstellen. Scheut Euch nicht, sie eine beeindruckende und liebe Persönlichkeit und beantwortet die Fragen gerne.

Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil II

Wie in meinem Artikel “Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil I”, der über Xenophon berichtet und den Ihr hier: Xenophon lesen könnt, handelt dieser Artikel von dem Vater der Klassischen Reitkunst:

Frederico Grisone
In den nächsten 1.000 Jahren nach Xenophon (430 vor Christus etwa geboren) folgte das Mittelalter, welches etwa vom 5. bis zum 16. Jahrhundert andauerte. Während dieser Zeit gewann die Reiterei eine völlig andere Bedeutung.

Die Pferde zu dieser Zeit mussten gänzlich andere Voraussetzungen mitbringen und erfüllen. Die Panzerreiterei, wie wir es heute nennen, gewann an Bedeutung, während die Reitkunst in den Hintergrund verschwand. Die Panzerrreitere legte keinen Wert auf wendige Pferde oder gar auf Pferde, die darüber hinaus auf feine Hilfen reagierten. Zu jener Zeit benötigten die Europäer für ihre Kriege und Kreuzzüge schwere, dem Kaltblüter ähnelnde Pferde. Es mussten Pferde sein, die im Stande waren, etwa 400 Pfund, also 200 Kilogramm, zu tragen – denn so viel wog ein Ritter in seiner Rüstung. Und ein Ritter, der eine Rüstung trug, war nicht in der Lage, feine Hilfen zu geben. Ein scharfes Gebiss und überdimensionierte Sporen sorgten für den nötigen Gehorsam und letztendlich musste das Pferd nur geradeaus galoppieren können.

Erst, als die Schusswaffen erfunden wurden, kam die Wende und man benötigte wieder feinfühlige, schnelle und wendige Pferde, die es auszubilden galt.

Und so stoßen wir zu Frederico Grisone, dem Vater der Klassischen Reitkunst, der 1532, beeinflusst von den Leitsätzen Xenophons, allerdings mit eigener Interpretation derer, die erste Reitakademie in Neapel gründete.

Nun war Frederico Grisone nicht nur von den Leitsätzen Xenophons beeinflusst, sondern auch von der Brutalität des Mittelalters geprägt. Grisones Ausbildungsmethoden entsprachen der damaligen Zeit und waren deshalb in einem sehr hohen Maße von Gewalt und Brutalität geprägt. Im Gegensatz zu Xenophon verlangte Grisone die bedingungslose Unterordnung des Pferdes unter den Menschen.

So schrieb Grisone in seinem Werk “Künstlicher Bericht und erzierlichste Beschreybung” (1550), dass Gehorsam zur Harmonie führt, in seiner Theorie eben durch andere Mittel, als Xenophon sie nutzte. Mittel, die für uns heute unvorstellbar und eher Quälereien entsprechen würden, zur damaligen Zeit aber der Normalität entsprachen.

Ein Beispiel seiner Ausbildungsweise möchte ich wiedergeben:

Zitat: “Wenn Dein Pferd stehenbleibt oder rückwärts geht, stelle einen Mann hinter ihm auf, der auf einen langen Stock eine böse Katze so gebunden hat, dass sie mit dem Bauch nah oben im freien Gebrauch ihrer Krallen und ihres Gebisses ist. Der Mann soll die Katze dicht an die Schenkel des ungehorsamen Pferdes halten, damit sie kratzen und beißen kann”.

Grisone verdankt den Titel “Vater der Reitkunst” nicht etwa seinen Foltermethoden. Er gründete die erste Reitakademie in Neapel und aus seiner Schule sind zwei weitere Reitmeister hervorgegangen. Antoine de Pluvinel (1555 – 1620) und Salomon de la Broule (1530 – 1610).

Ich persönlich würde nach heutigem Standard, nach allem was ich über die Ausbildungsmethoden Grisones gelesen habe, seine Reitakademie als Gewaltschule bezeichnen – aus damaliger Sicht entsprachen seine Ausbildungsmethoden dennoch durchaus der Norm und die Reitakademie genoss weitreichend den besten Ruf.

Neben der Gründung der Reitakademie in Neapel verdiente Grisone sich den Titel des Vaters der Reitkunst auch dadurch, dass es seine Erkenntnis war, dass die Trabarbeit die Hinterhand des Pferdes stärkt. Zur damaligen Zeit hatte der Trab noch keinerlei Bedeutung. Man konzentrierte sich eher auf den Galopp.

Auch legte Grisone als Erster Wert auf den Hankenbug (heute: Hankenbeugung) und trainierte dies, indem er seine Pferde rückwärts den Hang hinaufritt.

Ebenso stellte er fest, dass Reiten im Kreise die Hankenbeugung fördert und schließlich war er es, der diesem Kreis den Namen “Volte” verlieh.

Auch brachte dieser Reitmeister den Fachausdruck Kapriole (Bedeutung: wenn das Pferd auf Kommando durch einen Sprung mit allen vier Beinen in der Luft befindet) in die Reiterei. Die Kapriole zählt heute zur Hohen Schule.

Es war Grisone, der das wichtige Zusammenspiel der Hilfen erkannte. Dazu muss erwähnt werden, dass zur damaligen Zeit Hilfen den Charakter von Strafen hatte.

Über die Klassische Reitkunst und die Reitmeister mit Hinblick auf die Geschichte – Teil I

Teil I:

Xenophon

Unter Klassischer Reitkunst versteht man nicht ausschließlich Pferdeshows mit Barockpferden oder gar das, was sich aus der Kavalleriereiterei Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat.

Anja Beran definiert die Klassische Reitkunst folgendermaßen (leicht durch mich abgewandelt):

Die Klassische Reitkunst ist die Fähigkeit, das Pferd durch Güte und logisch aufgebaute Übungen, die auf den Naturgesetzen von Gleichgewicht und Harmonie basieren, so auszubilden, dass es sich zufrieden und selbstbewusst dem Willen des Reiters hingibt, ohne dass sein natürlicher Bewegungsablauf auf irgendeine Art darunter leidet. Ein weiteres Ziel ist die Minimierung der Reiterhilfen.

Wenn man sich mit der klassischen Reitkunst befasst, wenn man verstehen möchte, was mit Reitkunst gemeint ist, wie sich die Reiterei im allgemeinen entwickelt hat, müssen wir zeitlich weit zurückgehen und so treffen wir auf Xenophon, der etwa 430 vor Christus geboren wurde.

Sokrates (ca. 470 – 399 vor Christus)

Xenophon war Schüler des Philosophen Sokrates (ca. 470 – 399 vor Christus) und dadurch stark von der Lehre der Wahrheitsfindung beeinflusst. Diese Lehre basierte auf der Suche nach dem Sein der Dinge, den Gründen für das Handeln, Leiden und Denken. Xenophon war nicht nur Schüler des Sokrates, er war auch Krieger und er liebte Pferde.

Wir verdanken Xenophon die ältesten und vollständig erhaltenen Wekre zur Reitkunst:

  • “Über die Reitkunst” und
  • “Der Reitoberst”.

Xenophon sagte bereits zu Lebzeiten: “Wenn jemand ein Prunkpferd verlangt, das freiwillig lebhaft ist und mitarbeitet, so muss man wissen, dass nicht alle dieser Gaben fähig sind, sondern nur diejenigen, welche mit einer stolzen Seele einen starken Körper verbinden. Allen, die mit Tieren umgehen, sei eindringlich zugerufen: Vergeht Euch nicht an der stolzen Seele!”

Ich erinnere: Diese Worte sind fast 2.500 Jahre alt.

Aufgrund der Tatsache, dass Xenophon auch Krieger war, wusste er nur zu gut, wie überlebenswichtig ein gehorsames und gut gerittenes Pferd war. Geprägt durch seinen Lehrer Sokrates machte sich Xenophon intensive Gedanken über die Pferde, die in seinen Händen waren, über die Reitweise und über die Ausbildung der Remonten. So findet sich auch dieses Zitat: “Ein Geschöpf, dem man sein Leben anvertraut, sollte seinem Reiter bereitwillig Folge leisten. Doch das erreicht man nicht durch Gewalt, sondern nur durch liebevolle Überzeugung”. Und somit besaß Xenophon ein hohes ethisches Verantwortungsbewusstsein. Aus seiner Sicht hatte das Pferd eine eigene Persönlichkeit, die es zu respektieren galt und noch mehr: Es sollte ein Partner für den Menschen sein und ihm nicht als Knecht dienen müssen.

Xenophon wusste bereits damals, dass ein Pferd trainiert werden muss, um ein gutes Reitpferd zu werden und zu sein.

Zitat: “Unfolgsame nutzen im Kampf mehr den Feinden als den Freunden.”

Über den Reitersitz vermittelt uns Xenophon folgendes (Anmerkung: damals wurde noch ohne Sattel geritten):  “Aber einen Sitz wie auf einem Sessel mit hochgezogenen Knien kann ich durchaus nicht loben. Richtig sitzt der Reiter, wenn er mit beiden Schenkeln gespreizt aufrecht, als ob er steht, auf dem Pferd sitzt. Denn auf diese Art wird er mit beiden Oberschenkeln sich mehr am Pferd festhalten, er reitet mit festerem Schluss und da er aufrecht ist, hat er mehr Kraft, vom Pferd herab den Wurfspieß zu schleudern oder auf die Feinde einzuschlagen. Vom Knie abwärts muss er das Schienenbein mit dem Fuß schlaff herabhängen lassen. Denn wenn er das Bein steif hält, würde er, wenn er an etwas anstößt, sich das Bein zerbrechen. Ist aber das Schienenbein leicht beweglich, so kann es, wenn e an etwa anstößt, nachgeben und den Oberschenkel dann gar nicht von der Stelle bewegen. Der Reiter muss auch seinen Körper oberhalb der Hüften daran gewöhnen, so leicht beweglich wie möglich zu sein. Denn so wird er sich noch viel mehr anstrengen können, und wenn ihn einer stößt oder zerrt, kann er weniger leicht vom Pferd geworfen werden.”

Ein weiteres Zitat von Xenophon, inspiriert von Simon (Anmerkung: Simon war ebenfalls ein Schriftsteller früherer Zeit, leider sind seine Überlieferungen nicht vollständig erhalten), das mir sehr gut gefällt, lautet: “Der Reiter, der ihm nichts zuleide tut, erzürnt es auch nicht. Denn was das Pferd gezwungen tut, das versteht es nicht, wie auch Simon gesagt hat.”